Was ist LSD? — Einfach erklärt mit allen Fakten

LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine halbsynthetische psychoaktive Substanz aus der Klasse der Lysergsäurederivate. Sie wurde 1938 vom Schweizer Chemiker Albert Hofmann bei Sandoz synthetisiert und gehört zu den potentesten bekannten psychoaktiven Verbindungen — bereits im Mikrogramm-Bereich zeigt LSD eine ausgeprägte Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Die vollständige chemische Bezeichnung lautet N,N-Diethyl-6-methyl-9,10-didehydroergolin-8β-carboxamid. In der wissenschaftlichen Literatur wird die Substanz als LSD-25 geführt, da sie die 25. Verbindung in Hofmanns Versuchsreihe mit Lysergsäure-Derivaten war. Dieser Artikel beantwortet die Frage „Was ist LSD?" umfassend und wissenschaftlich fundiert — von der Chemie über die Wirkung im Gehirn bis zur aktuellen Forschung.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information. LSD-25 ist in Deutschland eine kontrollierte Substanz (BtMG Anlage I). Für legale Forschung an Lysergsäure-Derivaten stehen NpSG-konforme Research Chemicals zur Verfügung.

Was ist LSD einfach erklärt?

Was ist LSD einfach erklärt? LSD gehört zur Substanzklasse der Ergoline und ist strukturell eng verwandt mit dem Neurotransmitter Serotonin (5-Hydroxytryptamin). Es handelt sich um ein Indolalkaloid, das an mehrere Rezeptorsysteme im Gehirn bindet — insbesondere am Serotonin-5-HT2A-Rezeptor. Diese Eigenschaft teilt LSD mit anderen Substanzen der Psychedelika-Forschung, unterscheidet sich jedoch durch seine außergewöhnlich hohe Rezeptor-Affinität und lange Wirkdauer von den meisten verwandten Verbindungen.

IUPAC-NameN,N-Diethyl-6-methyl-9,10-didehydroergolin-8β-carboxamid
SummenformelC₂₀H₂₅N₃O
Molare Masse323,44 g/mol
CAS-Nummer50-37-3
SubstanzklasseErgolin / Lysergsäurederivat
AggregatzustandFarbloser kristalliner Feststoff
Schmelzpunkt80–85 °C (als Tartrat: 198–200 °C)

In Deutschland unterliegt LSD-25 seit 1971 dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und ist als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel in Anlage I gelistet. Für die wissenschaftliche Forschung existieren jedoch legale LSD-Derivate, die strukturell verwandt, aber nicht vom BtMG erfasst sind.

Woraus besteht LSD und wie wird es hergestellt?

Wie setzt sich LSD zusammen? LSD ist eine halbsynthetische Verbindung — das bedeutet, der Ausgangsstoff stammt aus der Natur, wird aber im Labor chemisch modifiziert. Der natürliche Vorläufer ist die Lysergsäure (engl. lysergic acid), die aus dem Mutterkornpilz (Claviceps purpurea) gewonnen wird.

Der Mutterkornpilz als Ausgangsstoff

Claviceps purpurea ist ein parasitärer Pilz, der vorwiegend Roggen und andere Getreidearten befällt. Er bildet dunkle, hornförmige Sklerotien (sogenannte Mutterkörner), die verschiedene Ergot-Alkaloide enthalten — darunter Ergonovin, Ergotamin und die für die LSD-Synthese relevante Lysergsäure.

Die Bestandteile von LSD im chemischen Sinne sind:

  • Lysergsäure-Grundgerüst: Tetrazyklisches Ringsystem (Ergolin-Kern) mit vier kondensierten Ringen (A, B, C, D)
  • Diethylamid-Gruppe: An Position 8 sitzt eine Carboxamid-Gruppe mit zwei Ethyl-Substituenten — diese Modifikation ist der entscheidende Unterschied zur natürlichen Lysergsäure
  • Methylgruppe: Am Stickstoff in Position 6 befindet sich eine N-Methyl-Gruppe

Synthese im Labor

Albert Hofmann synthetisierte LSD-25 erstmals 1938 bei den Sandoz-Laboratorien in Basel. Der Syntheseweg umfasst die Umsetzung von Lysergsäure mit Diethylamin unter Aktivierung der Carboxylgruppe. Die Stereochemie ist dabei entscheidend: Nur das (+)-LSD-Tartrat (auch d-LSD) zeigt die charakteristische biologische Aktivität, während das Enantiomer (l-LSD) pharmakologisch weitgehend inaktiv ist (Hofmann, 1979).

Die Synthese erfordert spezialisiertes chemisches Know-how, Reinraumsbedingungen und präzise Kontrolle der Reaktionsparameter. Lysergsäure ist zudem lichtempfindlich und zersetzt sich leicht, was die Handhabung anspruchsvoll macht.

Für einen tieferen Einblick in die historische Entdeckung empfehlen wir unseren Artikel zur Geschichte von LSD.

Wie wirkt LSD im Gehirn?

Was genau macht LSD im Gehirn? LSD entfaltet seine Wirkung primär über die Bindung an Serotonin-Rezeptoren, insbesondere den 5-HT2A-Rezeptor. Dieser Rezeptor spielt eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung sensorischer Informationen, der Wahrnehmung und der Kognition. Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat mehrere Wirkmechanismen identifiziert.

5-HT2A-Rezeptor-Agonismus

LSD wirkt als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor. Bemerkenswert ist die sogenannte „Lid"-Hypothese: Röntgenkristallographie-Studien zeigen, dass LSD nach der Bindung an den Rezeptor von einer extrazellulären Schleife des Rezeptorproteins quasi „eingeschlossen" wird. Dieser Mechanismus erklärt die ungewöhnlich lange Wirkdauer von 8–12 Stunden trotz der geringen Dosierung (Wacker et al., 2017).

Default Mode Network (DMN)

Bildgebende Studien mittels fMRT haben gezeigt, dass LSD die Aktivität des Default Mode Network (DMN) signifikant verändert. Das DMN ist ein Netzwerk von Hirnregionen, das bei Selbstreferenz, Tagträumen und dem Ich-Gefühl aktiv ist. Unter LSD-Einfluss zeigt das DMN eine verringerte interne Konnektivität, während gleichzeitig normalerweise voneinander getrennte Hirnareale stärker miteinander kommunizieren (Carhart-Harris et al., 2016).

Diese erhöhte „Entropie" der Hirnaktivität — also eine weniger geordnete, freiere Informationsverarbeitung — wird in der Forschung als möglicher Mechanismus für die beobachteten Veränderungen in Wahrnehmung und Kognition diskutiert.

Weitere Rezeptor-Interaktionen

Neben dem 5-HT2A-Rezeptor bindet LSD auch an:

  • 5-HT1A-Rezeptor: Möglicherweise anxiolytische Komponente
  • 5-HT2C-Rezeptor: Beteiligt an Stimmungsregulation
  • Dopamin-D2-Rezeptor: Könnte zur euphorisierenden Komponente beitragen
  • Adrenozeptoren: Periphere sympathomimetische Effekte (z. B. Pupillenerweiterung)

Neuroplastizität

Neuere Forschung deutet darauf hin, dass LSD und verwandte Substanzen die Neuroplastizität fördern können — also die Fähigkeit des Gehirns, neue synaptische Verbindungen zu bilden. Ly et al. (2018) zeigten in vitro, dass psychedelische Substanzen das Dendritenwachstum in kortikalen Neuronen anregen können. Diese Erkenntnis ist Gegenstand intensiver klinischer Forschung.

Detaillierte Informationen zu den beobachteten Effekten finden Sie in unserem Artikel LSD-Wirkung im Detail.

Verschiedene Formen von LSD

LSD wird in verschiedenen Darreichungsformen für Forschungszwecke angeboten. Die Form beeinflusst Lagerungseigenschaften, Dosierungsgenauigkeit und Handhabung im Labor. Nachfolgend ein Überblick über die gängigsten Formen.

LSD-Formen im Vergleich: Blotter, Pellets, Liquid und weitere

Form Beschreibung Typische Dosierung Lagerung Dosiergenauigkeit
Blotter (Pappen) Saugfähiges Papier, mit Lösung getränkt 50–300 µg pro Blotter Lichtgeschützt, kühl, trocken Mittel — abhängig von Tränkungsgleichmäßigkeit
Pellets (Mikros) Gepresste Tabletten, oft farbig 10–400 µg pro Pellet Lichtgeschützt, Raumtemperatur Hoch — maschinelle Pressung
Liquid (Lösung) Gelöst in Ethanol oder destilliertem Wasser Variabel (µg/ml) Dunkel, kühl, luftdicht verschlossen Sehr hoch — volumetrische Dosierung
Gelatine-Fenster In Gelatine eingebettete Substanz 50–500 µg Kühl, trocken Mittel
Kristallines Pulver Reine Substanz als Feststoff Labormaßstab Inertgas, lichtgeschützt, −20 °C Analytische Waage erforderlich

LSD-Pappen (Blotter) sind die historisch bekannteste Form. Dabei wird Filtrierpapier in eine LSD-haltige Lösung getaucht oder bedruckt und anschließend in gleichmäßige Quadrate perforiert. Im Forschungskontext werden zunehmend Pellets bevorzugt, da sie eine präzisere Dosierung ermöglichen.

Was sind LSD-Mikros? Der Begriff „Mikros" bezieht sich umgangssprachlich auf Pellets im Mikrodosierungsbereich (typischerweise 10–20 µg). In der Forschung wird der korrekte Terminus Mikrodosierung (engl. microdosing) verwendet. Weitere Informationen dazu finden Sie unter LSD-Dosierung und Formen.

Sind LSD-Pillen dasselbe wie Pellets? Im strengen Sinne ja — beide Begriffe beschreiben eine gepresste Darreichungsform. In der Laborpraxis unterscheidet man jedoch nach Größe und Herstellungsverfahren.

Lagerungshinweise für Forschungslabore

LSD ist empfindlich gegenüber Licht (insbesondere UV-Strahlung), Wärme und Feuchtigkeit. Für die Langzeitlagerung im Forschungskontext empfiehlt sich die Aufbewahrung in lichtundurchlässigen Behältern bei Temperaturen unter 4 °C. In Lösung ist die Zugabe eines Stabilisators (z. B. Ascorbinsäure) ratsam, um oxidativen Abbau zu minimieren.

LSD-Abkürzung und andere Namen

Wofür steht die Abkürzung LSD? LSD steht für Lysergsäurediethylamid (im Deutschen) bzw. Lysergic acid diethylamide (im Englischen). Die Abkürzung leitet sich von der deutschen Bezeichnung ab: Lysergsäure-diethylamid.

LSD ausgeschrieben in der IUPAC-Nomenklatur lautet: N,N-Diethyl-6-methyl-9,10-didehydroergolin-8β-carboxamid. In der wissenschaftlichen Literatur begegnen Ihnen verschiedene Bezeichnungen:

LSD: Wissenschaftliche und umgangssprachliche Bezeichnungen

KategorieBezeichnungKontext
WissenschaftlichLSD-25, LysergsäurediethylamidFachliteratur, Pharmakologie
IUPACN,N-Diethyl-6-methyl-9,10-didehydroergolin-8β-carboxamidChemische Nomenklatur
PharmazeutischLysergid (INN)WHO International Nonproprietary Name
HistorischDelysid®Handelsname von Sandoz (1947–1966)
UmgangssprachlichAcid, Pappe, Ticket, Mikro, BlotterKeine wissenschaftliche Verwendung

Wie hieß LSD früher? Albert Hofmann vergab zunächst die interne Labornummer LSD-25. Sandoz vermarktete die Substanz ab 1947 unter dem Handelsnamen Delysid® als psychiatrisches Forschungsinstrument. Die Bezeichnung „LSD-25" hat sich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bis heute gehalten.

Unter was fällt LSD rechtlich? In Deutschland ist LSD-25 seit 1971 in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) gelistet — es gilt als nicht verkehrsfähiges und nicht verschreibungsfähiges Betäubungsmittel. Umfassende Informationen zur Rechtslage von LSD in Deutschland finden Sie in unserem separaten Artikel.

Wie wird LSD nachgewiesen?

Wie wird auf LSD getestet? Der Nachweis von LSD stellt die analytische Chemie vor besondere Herausforderungen, da die Substanz in extrem geringen Mengen wirksam ist und schnell metabolisiert wird. Standard-Drogentests (Immunoassays) erfassen LSD häufig nicht — es sind spezifische Testverfahren erforderlich.

Nachweismethoden

Die gängigsten analytischen Verfahren sind:

  • Immunoassay (ELISA): Screening-Verfahren mit begrenzter Sensitivität; Nachweisgrenze typischerweise bei 0,5–1 ng/ml im Urin
  • LC-MS/MS (Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie): Goldstandard für die Bestätigung; Nachweisgrenze bis 0,005 ng/ml
  • GC-MS (Gaschromatographie-Massenspektrometrie): Alternatives Bestätigungsverfahren
  • HPLC mit Fluoreszenzdetektion: Nutzt die natürliche Fluoreszenz von LSD

Der wichtigste Metabolit für den analytischen Nachweis ist 2-Oxo-3-hydroxy-LSD (O-H-LSD), der in deutlich höherer Konzentration und länger nachweisbar ist als die Muttersubstanz.

Nachweiszeiten nach Medium

LSD-Nachweiszeiten: Übersicht nach Probenmaterial

ProbenmaterialNachweisfensterHinweise
Blut / Serum 6–12 Stunden Kurzes Fenster; schnelle Metabolisierung. Peak-Konzentration ca. 1–2 h nach Aufnahme
Urin 2–4 Tage Hauptmetabolit O-H-LSD bis 5 Tage. Standard-Schnelltests erfassen LSD oft NICHT
Haare Bis zu 90 Tage Sehr aufwendig; geringe Einlagerungsrate. Nur in Speziallaboren möglich
Speichel 1–3 Stunden Sehr kurzes Fenster; kaum praktische Relevanz

Wird man auf LSD getestet? In Standard-Arbeitsplatz-Screenings und polizeilichen Schnelltests wird LSD in der Regel nicht miterfasst. Die sogenannten „5-Panel"- oder „10-Panel"-Tests prüfen auf Amphetamine, Cannabis, Kokain, Opiate und PCP — LSD ist nicht enthalten. Ein gezielter LSD-Nachweis muss separat angefordert werden und erfordert spezialisierte Labortechnik.

Was hemmt LSD? Die Substanz wird primär in der Leber durch Cytochrom-P450-Enzyme (insbesondere CYP3A4) metabolisiert. Die biologische Halbwertszeit beträgt etwa 3–5 Stunden. Faktoren wie Leberfunktion, Alter und gleichzeitige Medikation können den Metabolismus beeinflussen.

Ist LSD giftig oder gefährlich?

Ist LSD toxisch? Aus rein pharmakologischer Sicht weist LSD eine außergewöhnlich hohe therapeutische Breite auf. Die letale Dosis (LD50) beim Menschen ist nicht exakt bestimmt, da es in der Literatur keinen wissenschaftlich gesicherten Fall einer tödlichen LSD-Überdosierung gibt. Tierexperimentelle Daten deuten auf eine LD50 hin, die mehrere tausend Mal über der psychoaktiven Dosis liegt (Passie et al., 2008).

Pharmakologische Sicherheitsdaten

  • LD50 (Maus, intravenös): 46 mg/kg Körpergewicht
  • LD50 (Ratte, intravenös): 16,5 mg/kg Körpergewicht
  • Psychoaktive Dosis (Mensch): 0,001–0,003 mg/kg (ca. 75–225 µg)
  • Geschätztes Sicherheitsverhältnis: >1000-fach

Wie giftig ist LSD im Vergleich? Die Substanz weist im Vergleich zu vielen Alltagssubstanzen (z. B. Ethanol, Paracetamol, Koffein) ein deutlich günstigeres Verhältnis von wirksamer zu toxischer Dosis auf. Wichtig: Diese Information bezieht sich ausschließlich auf die akute physiologische Toxizität und dient der wissenschaftlichen Einordnung.

Physische vs. psychische Risiken

Die wissenschaftliche Literatur differenziert klar zwischen physischen und psychischen Risikoprofilen:

Physische Aspekte (gut dokumentiert):

  • Kein bekanntes Abhängigkeitspotenzial im pharmakologischen Sinne (keine körperliche Entzugssymptomatik)
  • Schnelle Toleranzentwicklung (Tachyphylaxie) innerhalb weniger Tage
  • Keine bekannte Organtoxizität bei typischen Forschungsdosierungen
  • Sympathomimetische Effekte: Mydriasis, leichte Tachykardie, Temperaturveränderungen

Psychische Aspekte (zu beachten):

  • Möglichkeit einer HPPD (Hallucinogen Persisting Perception Disorder) — selten, aber in der Literatur beschrieben
  • Potenzielle Auslösung latenter psychotischer Störungen bei prädisponierten Personen
  • Psychische Belastungsreaktionen unter unkontrollierten Bedingungen

LSD-Symptome im klinischen Sinne umfassen sowohl autonome Reaktionen (Pupillenerweiterung, Blutdruckanstieg) als auch neuropsychologische Veränderungen, die Gegenstand aktueller klinischer Studien sind (Schmid et al., 2015).

LSD in der aktuellen Forschung

Kann man LSD verschrieben bekommen? Derzeit ist LSD-25 in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Seit 2021 laufen jedoch mehrere klinische Studien zur therapeutischen Anwendung — insbesondere bei behandlungsresistenten Angststörungen und Depressionen. Die Firma MindMed (Project Lucy) führt Phase-2b-Studien mit LSD bei Angststörungen durch, während das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim LSD-assistierte Psychotherapie erforscht.

Was wird mit LSD behandelt? In kontrollierten klinischen Studien wird die Substanz unter anderem bei folgenden Indikationen untersucht:

  • Angststörungen bei lebensbedrohlichen Erkrankungen (Gasser et al., 2014)
  • Cluster-Kopfschmerzen (Schindler et al., 2015)
  • Alkoholabhängigkeit (Krebs & Johansen, 2012 — Metaanalyse)
  • Behandlungsresistente Depression (laufende Studien)

Wo ist LSD in der Forschung verbreitet? Wichtige Forschungszentren befinden sich in der Schweiz (Universität Basel, Prof. Liechti), Großbritannien (Imperial College London, Prof. Nutt), den USA (Johns Hopkins, NYU) und Deutschland (Charité Berlin, ZI Mannheim). Für die Forschung an LSD-Derivaten sind jedoch keine BtMG-Genehmigungen erforderlich, was diese Substanzen für Forschungslabore besonders zugänglich macht.

Ist LSD ein Aphrodisiakum? In der wissenschaftlichen Literatur gibt es vereinzelt Berichte über veränderte Körperwahrnehmung unter LSD, jedoch keine belastbare Evidenz für eine aphrodisierende Wirkung. Die Forschung konzentriert sich auf neuropsychologische und psychiatrische Anwendungen.

Legale LSD-Derivate für die Forschung

Während LSD-25 in Deutschland dem BtMG unterliegt, existieren legale LSD-Derivate, die für die wissenschaftliche Forschung frei zugänglich sind. Diese Substanzen teilen das Ergolin-Grundgerüst des LSD, tragen aber modifizierte Substituenten, die sie von den Regulierungen des BtMG und NpSG ausnehmen.

Das aktuell bedeutendste legale Derivat ist 1BP-LSD (1-Butanoyllysergsäurediethylamid), das bei shop-lsd.de in verschiedenen Formen für Forschungszwecke erhältlich ist. Einen umfassenden Vergleich der verschiedenen Derivate finden Sie in unserem Artikel zu LSD-Derivaten im Vergleich.

Weiterführende Grundlageninformationen bietet unser Artikel LSD-Grundlagen vertieft.

FAQ — Häufige Fragen zu LSD

Was ist LSD und wie wirkt es im Gehirn?

LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine halbsynthetische psychoaktive Substanz aus der Klasse der Ergoline. Im Gehirn bindet LSD primär an den Serotonin-5-HT2A-Rezeptor und verändert die Aktivität des Default Mode Network (DMN). Dadurch kommunizieren normalerweise getrennte Hirnareale stärker miteinander, was in der Forschung als erhöhte „neuronale Entropie" beschrieben wird (Carhart-Harris et al., 2016).

Wofür steht die Abkürzung LSD?

LSD steht für Lysergsäurediethylamid (deutsch) bzw. Lysergic acid diethylamide (englisch). Die Abkürzung leitet sich von der deutschen Schreibweise ab: Lysergsäure-diethylamid. Der vollständige IUPAC-Name lautet N,N-Diethyl-6-methyl-9,10-didehydroergolin-8β-carboxamid. Die Zusatzbezeichnung „25" (LSD-25) verweist auf die 25. synthetisierte Verbindung in Albert Hofmanns Forschungsreihe.

Ist LSD eine natürliche oder synthetische Substanz?

LSD ist eine halbsynthetische Substanz. Der Ausgangsstoff — Lysergsäure — wird aus dem natürlich vorkommenden Mutterkornpilz (Claviceps purpurea) gewonnen. Die Umwandlung zur psychoaktiven Verbindung (Veresterung mit Diethylamin) erfolgt im Labor. LSD kommt daher nicht in der Natur vor, basiert aber auf einem natürlichen Vorläufermolekül.

Was unterscheidet LSD von anderen Psychedelika?

LSD unterscheidet sich von anderen psychedelischen Substanzen durch drei Hauptmerkmale: (1) eine extrem hohe Potenz — es ist bereits im niedrigen Mikrogramm-Bereich wirksam, (2) eine ungewöhnlich lange Wirkdauer von 8–12 Stunden, bedingt durch den „Lid"-Mechanismus am 5-HT2A-Rezeptor, und (3) ein breites Rezeptor-Bindungsprofil, das neben Serotonin- auch Dopamin- und Adrenozeptoren einschließt. Psilocybin wirkt beispielsweise kürzer (4–6 h) und bindet schmaler am Serotonin-System.

Wie wurde LSD entdeckt und von wem?

LSD wurde am 16. November 1938 vom Schweizer Chemiker Albert Hofmann in den Sandoz-Laboratorien in Basel erstmals synthetisiert. Die psychoaktiven Eigenschaften entdeckte Hofmann zufällig am 16. April 1943, als er bei erneuter Arbeit mit der Substanz eine geringe Menge absorbierte. Der 19. April 1943 — der Tag seines gezielten Selbstversuchs mit 250 µg — ging als „Bicycle Day" in die Wissenschaftsgeschichte ein.

Welche verschiedenen Formen von LSD gibt es?

LSD ist in fünf Hauptformen erhältlich: (1) Blotter (Pappen) — auf saugfähiges Papier aufgebracht, (2) Pellets (Mikros) — gepresste Tabletten mit hoher Dosiergenauigkeit, (3) Liquid — in Ethanol oder Wasser gelöst für volumetrische Dosierung, (4) Gelatine-Fenster — in Gelatine eingebettet, und (5) kristallines Pulver — reine Substanz für analytische Laborarbeit. Im Forschungskontext werden Pellets und Liquid bevorzugt, da sie die präziseste Dosierung ermöglichen.


Wissenschaftliche Quellen

  • Hofmann, A. (1979). LSD — Mein Sorgenkind. Klett-Cotta, Stuttgart.
  • Carhart-Harris, R. L., et al. (2016): „Neural correlates of the LSD experience revealed by multimodal neuroimaging." Proceedings of the National Academy of Sciences, 113(17), 4853–4858.
  • Wacker, D., et al. (2017): „Crystal Structure of an LSD-Bound Human Serotonin Receptor." Cell, 168(3), 377–389.
  • Ly, C., et al. (2018): „Psychedelics Promote Structural and Functional Neural Plasticity." Cell Reports, 23(11), 3170–3182.
  • Passie, T., et al. (2008): „The Pharmacology of Lysergic Acid Diethylamide: A Review." CNS Neuroscience & Therapeutics, 14(4), 295–314.
  • Schmid, Y., et al. (2015): „Acute Effects of Lysergic Acid Diethylamide in Healthy Subjects." Biological Psychiatry, 78(8), 544–553.
  • Gasser, P., et al. (2014): „Safety and Efficacy of Lysergic Acid Diethylamide-Assisted Psychotherapy for Anxiety Associated with Life-threatening Diseases." Journal of Nervous and Mental Disease, 202(7), 513–520.
  • Krebs, T. S. & Johansen, P.-Ø. (2012): „Lysergic acid diethylamide (LSD) for alcoholism: meta-analysis of randomized controlled trials." Journal of Psychopharmacology, 26(7), 994–1002.

⚠️ Rechtlicher Hinweis: LSD-25 (Lysergsäurediethylamid) ist in Deutschland nach Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) eine nicht verkehrsfähige Substanz. Herstellung, Handel, Besitz und Erwerb sind strafbar. Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information und stellt keine Aufforderung zum Erwerb oder Konsum illegaler Substanzen dar.

Für die legale Forschung an Lysergsäure-Derivaten bietet shop-lsd.de NpSG-konforme Research Chemicals wie 1BP-LSD an. Diese Produkte sind ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht zum menschlichen Konsum geeignet. Der Käufer bestätigt, dass er das Produkt nur zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erwirbt.

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