LSD Trip — Ablauf, Dauer und wie er sich anfühlt

Wie fühlt sich ein LSD-Trip an, wie lange dauert er und welche Phasen durchläuft man? Diese Fragen beschäftigen nicht nur Forscher, sondern auch Millionen von Suchenden im deutschsprachigen Raum. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Ablauf, Dauer, visuellen Phänomenen, Nachwirkungen und dem Umgang mit unangenehmen Erfahrungen zusammen — ausschließlich auf Basis klinischer Studien und publizierter Forschungsliteratur.

⚠️ Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. LSD (Lysergsäurediethylamid) unterliegt in Deutschland dem BtMG und ist illegal. Die hier beschriebenen Effekte stammen aus kontrollierten klinischen Studien. Wir empfehlen weder den Konsum noch die Beschaffung illegaler Substanzen.

Wie fühlt sich ein LSD-Trip an?

Wie fühlt sich ein LSD-Trip an? In klinischen Studien der Universität Basel und des Imperial College London berichten Probanden über tiefgreifende Veränderungen der Wahrnehmung, des Denkens und des emotionalen Erlebens. LSD (Lysergsäurediethylamid) wirkt primär als partieller Agonist am Serotonin-5-HT2A-Rezeptor und löst damit eine Kaskade neurochemischer Prozesse aus, die das Bewusstsein grundlegend verändern.

Die subjektive Erfahrung lässt sich laut der Forschungsliteratur in mehrere Dimensionen unterteilen:

  • Veränderte Sinneswahrnehmung: Farben erscheinen intensiver, Oberflächen scheinen zu atmen oder zu fließen, Geräusche werden als räumlicher und vielschichtiger empfunden. In Studien von Preller et al. (2017) berichteten 95 % der Probanden über signifikante Veränderungen der visuellen Wahrnehmung.
  • Synästhesie: Etwa 30–40 % der Studienteilnehmer erleben eine Vermischung der Sinneskanäle — beispielsweise das „Sehen" von Musik oder das „Hören" von Farben (Luke & Terhune, 2013).
  • Veränderte Zeitwahrnehmung: Die subjektive Zeitempfindung wird in klinischen Settings als deutlich verlangsamt oder beschleunigt beschrieben. Minuten können sich wie Stunden anfühlen.
  • Emotionale Intensivierung: Emotionen werden als deutlich verstärkt erlebt — sowohl positive (Euphorie, Verbundenheit, Staunen) als auch negative (Angst, Verwirrung). Carhart-Harris et al. (2016) dokumentierten eine signifikant erhöhte emotionale Reaktivität.
  • Ego-Dissolution: Bei höheren Dosierungen berichten Probanden über eine Auflösung der gewohnten Ich-Grenzen — ein Phänomen, das in der Forschung als „Ego-Dissolution" bezeichnet wird und mit mystischen Erfahrungen korreliert (Nour et al., 2016).
  • Veränderte Denkprozesse: Das Denken wird als assoziativer, weniger linear und kreativer beschrieben. Gleichzeitig kann die Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt sein.

Es ist wichtig zu betonen: Die subjektive Erfahrung variiert erheblich von Person zu Person und hängt stark von Dosis, individuellem Serotonin-System, psychischer Verfassung (Set) und Umgebung (Setting) ab. Keine zwei Erfahrungen sind identisch.

→ Mehr zu den neurochemischen Grundlagen: LSD Wirkung — Wie wirkt LSD im Gehirn?

Wie lange dauert ein LSD-Trip?

Wie lange hält ein LSD-Trip an? Die Gesamtdauer eines LSD-Trips beträgt typischerweise 8 bis 12 Stunden, wobei die akuten Effekte nach etwa 6–8 Stunden deutlich nachlassen. In klinischen Studien mit standardisierten Dosierungen von 100–200 µg wurden folgende Zeiträume dokumentiert:

LSD-Trip Dauer: Einflussfaktoren im Überblick
Faktor Einfluss auf die Dauer Typischer Bereich
Dosierung Höhere Dosen verlängern die Wirkdauer 6 h (niedrig) bis 14 h (hoch)
Individuelle Metabolisierung CYP-Enzymaktivität, Körpergewicht, Alter ±2 h Variation
Toleranz Bei Toleranzbildung verkürzte und abgeschwächte Wirkung Toleranz bildet sich nach 1–3 Tagen
Mageninhalt Voller Magen verzögert Onset, beeinflusst Gesamtdauer minimal +30–60 min Onset-Verzögerung
Substanzvariante Prodrugs (z. B. 1cP-LSD, 1BP-LSD) haben veränderte Pharmakokinetik Leicht verlängerter Onset

Wie lange ist man auf LSD wach? Da LSD die Serotoninrezeptoren stimuliert und eine aktivierende Wirkung besitzt, berichten die meisten Studienteilnehmer, dass Einschlafen während der akuten Wirkphase kaum möglich ist. Holze et al. (2019) dokumentierten, dass Probanden typischerweise erst 10–16 Stunden nach Einnahme einschlafen konnten.

Wann klingt LSD ab? Die subjektiven Effekte beginnen in der Regel nach 6–8 Stunden merklich nachzulassen. Der vollständige Abbau von LSD im Körper — gemessen an Plasma-Konzentrationen — dauert jedoch 12–24 Stunden (Dolder et al., 2017). In Drogentests (Urin) ist LSD je nach Testverfahren bis zu 72 Stunden nachweisbar, wobei der aktive Metabolit 2-Oxo-3-hydroxy-LSD (O-H-LSD) länger detektierbar bleibt als die Muttersubstanz.

Wie lange muss man zwischen LSD-Trips warten? Aus pharmakologischer Sicht bildet sich eine vollständige Toleranz gegenüber den 5-HT2A-vermittelten Effekten innerhalb von 1–3 Tagen. Die Toleranz bildet sich nach etwa 7–14 Tagen vollständig zurück (Buchborn et al., 2015). Diese Information stammt ausschließlich aus der Forschungsliteratur zur Rezeptorpharmakologie.

→ Vertiefte Informationen: LSD Wirkungsdauer — Onset, Peak und Abbau

Phasen eines LSD-Trips — Wie läuft ein LSD-Trip ab?

Wie läuft ein LSD-Trip ab? Ein typischer LSD-Trip durchläuft mehrere klar unterscheidbare Phasen. Diese Einteilung basiert auf den Arbeiten von Passie et al. (2008) und wurde in zahlreichen kontrollierten Studien bestätigt. Wie fängt ein LSD-Trip an und wie entwickelt er sich? Die folgende Übersicht zeigt den typischen zeitlichen Verlauf:

Die vier Phasen eines LSD-Trips im zeitlichen Verlauf
Phase Zeitraum Dauer Charakteristik
1. Onset (Anfluten) 0–60 Minuten 30–60 min Erste körperliche Zeichen: leichte Unruhe, geweitete Pupillen, erhöhte Herzfrequenz. Subtile Veränderungen der Farbwahrnehmung. Leichtes Kribbeln. Stimmung kann zwischen Aufregung und Nervosität pendeln.
2. Peak (Höhepunkt) 1–4 Stunden 2–3 h Intensivste Phase: Starke visuelle und auditive Veränderungen, Synästhesie möglich, tiefe emotionale Erlebnisse, Ego-Dissolution bei höheren Dosierungen. Zeitempfinden stark verzerrt. Kognitive Veränderungen am ausgeprägtesten.
3. Plateau 4–8 Stunden 3–5 h Effekte bleiben stabil, jedoch etwas weniger intensiv als der Peak. Probanden berichten über ein Gefühl des „Fließens". Visuelle Effekte weiterhin präsent, emotionale Intensität bleibt hoch. Gespräche und Reflexion werden als besonders tiefgehend erlebt.
4. Comedown (Abklingen) 8–12 Stunden 2–4 h Graduelle Rückkehr zur Baseline. Visuelle Effekte nehmen ab, Denkprozesse normalisieren sich. Häufig: reflektive Stimmung, leichte Erschöpfung, Restwahrnehmung von Mustern. Einschlafen wird zunehmend möglich.

Wie fängt ein LSD-Trip an? In klinischen Studien berichten Probanden über erste subtile Veränderungen bereits 15–30 Minuten nach oraler Einnahme. Typische frühe Anzeichen sind: eine leichte Veränderung der Lichtwirkung, ein Gefühl von Aufmerksamkeitssteigerung und leichte körperliche Empfindungen wie ein Kribbeln in den Extremitäten. Die Pupillen beginnen sich zu weiten (Mydriasis), was in klinischen Settings als einer der ersten objektiv messbaren Parameter gilt.

Der Übergang von Phase zu Phase ist fließend — es gibt keine scharfen Grenzen. Individuelle Variationen sind erheblich: Manche Probanden berichten über einen längeren Onset von bis zu 90 Minuten, während andere bereits nach 20 Minuten deutliche Effekte verspüren.

Was sieht man auf einem LSD-Trip?

Wie sieht ein LSD-Trip aus? Die visuellen Phänomene unter LSD-Einfluss gehören zu den am besten dokumentierten Aspekten in der psychedelischen Forschung. Klüver (1928) klassifizierte bereits früh die „Form Constants" — grundlegende geometrische Muster, die bei serotonergen Halluzinogenen konsistent auftreten. Moderne Studien bestätigen und erweitern diese Klassifikation.

In klinischen Studien werden folgende visuelle Phänomene konsistent berichtet:

Niedrige bis mittlere Dosierung (50–100 µg)

  • Farbintensivierung: Farben werden als lebhafter, gesättigter und „leuchtender" wahrgenommen. Kontraste erscheinen verstärkt.
  • Muster auf Oberflächen: Glatte Oberflächen (Wände, Decken) scheinen subtile, sich bewegende Muster zu zeigen — häufig beschrieben als „Atmen" oder „Fließen".
  • Nachbilder und Tracers: Bewegte Objekte hinterlassen sichtbare Nachziehspuren im visuellen Feld.
  • Veränderte Lichtwahrnehmung: Lichtquellen erscheinen heller, können Halos oder Strahlen zeigen.

Mittlere bis hohe Dosierung (100–200 µg)

  • Geometrische Muster: Komplexe, sich bewegende geometrische Strukturen — Spiralen, Fraktale, Gitternetze, kaleidoskopische Muster. Diese entsprechen den von Klüver beschriebenen Form Constants und werden durch die Erregungsmuster im visuellen Cortex erklärt (Bressloff et al., 2001).
  • Morphing: Gesichter und Objekte scheinen sich zu verformen, zu „schmelzen" oder ineinander überzugehen.
  • Synästhetische Visualisierungen: Musik erzeugt korrespondierende visuelle Muster — rhythmisch pulsierende Formen, die mit dem Beat synchronisiert sind.
  • Geschlossene-Augen-Visuals (CEVs): Bei geschlossenen Augen: lebhafte, farbintensive, sich ständig transformierende Bilder und Szenen.

Kossak et al. (2023) konnten mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zeigen, dass diese visuellen Phänomene mit einer erhöhten Konnektivität zwischen dem visuellen Cortex und anderen Hirnregionen korrelieren — insbesondere mit dem Default Mode Network (DMN).

→ Detaillierte Analyse: LSD Halluzinationen — Visuelle Phänomene wissenschaftlich erklärt

Der Tag danach: LSD-Kater und Nachwirkungen

Wie ist der Tag nach LSD? Diese Frage beschäftigt viele Menschen — und die Antwort ist differenzierter, als man vielleicht erwarten würde. Anders als bei Alkohol oder MDMA zeigt LSD ein einzigartiges Nachwirkungsprofil.

Afterglow vs. LSD-Kater

Wie fühlt man sich nach LSD? In klinischen Studien werden zwei gegensätzliche Nachwirkungsprofile beschrieben:

Afterglow vs. LSD-Kater: Zwei mögliche Nachwirkungsprofile
Afterglow (häufiger) Kater-ähnliche Symptome (seltener)
Gehobene Grundstimmung am Folgetag Erschöpfung und Müdigkeit
Erhöhte Achtsamkeit und Präsenz Leichte Kopfschmerzen
Gefühl der Klarheit und inneren Ruhe Konzentrationsschwierigkeiten
Verstärkte Naturwahrnehmung Leichte Reizbarkeit
Kreative Impulse Muskelsteifigkeit (durch langes Sitzen/Liegen)

Schmid & Liechti (2018) dokumentierten in einer kontrollierten Studie, dass die Mehrheit der Probanden am Tag nach einer LSD-Erfahrung positive Nachwirkungen berichtete — ein Phänomen, das als „Afterglow" bezeichnet wird. Dieser hielt in vielen Fällen 1–3 Tage an und korrelierte mit der Intensität der akuten Erfahrung.

Wie lange dauert ein LSD-Kater? Die kater-ähnlichen Symptome, sofern sie auftreten, sind in der Regel mild und klingen innerhalb von 24–48 Stunden vollständig ab. Sie werden primär auf den Schlafentzug zurückgeführt, der mit der langen Wirkdauer einhergeht, und nicht auf eine direkte Neurotoxizität — denn LSD gilt nach aktuellem Forschungsstand als nicht neurotoxisch (Nichols, 2016).

Wie lange kann LSD nachwirken? Subtile Nachwirkungen — sowohl positive (Afterglow) als auch geringfügige Wahrnehmungsveränderungen — können in Einzelfällen bis zu eine Woche anhalten. Griffiths et al. (2011) dokumentierten langfristige positive Veränderungen in Persönlichkeitsmerkmalen (Offenheit) noch 14 Monate nach einer einzigen Erfahrung mit Psilocybin, einem verwandten serotonergen Psychedelikum. Ähnliche Langzeiteffekte werden auch für LSD diskutiert.

Wie lange braucht LSD zum Abbauen? Die Elimination von LSD aus dem Blutplasma erfolgt mit einer Halbwertszeit von etwa 3–4 Stunden. Nach 24 Stunden sind nur noch Spuren nachweisbar. Der Metabolit O-H-LSD ist im Urin bis zu 72 Stunden detektierbar.

Wie geht es einem nach LSD? Die Erfahrung der Studienteilnehmer zeigt: Ausreichend Schlaf, Hydration und ein ruhiger Folgetag tragen wesentlich zu einem positiven Nachwirkungsprofil bei. In klinischen Settings werden Probanden typischerweise angewiesen, den Folgetag ohne Verpflichtungen zu planen.

Bad Trip: Was tun wenn es unangenehm wird?

Ein Bad Trip bezeichnet eine akute psychedelische Erfahrung, die von Angst, Panik, Verwirrung oder paranoiden Gedanken dominiert wird. In klinischen Studien tritt dieses Phänomen deutlich seltener auf als in unkontrollierten Settings — was auf die zentrale Bedeutung von Set und Setting hinweist.

Ursachen und Risikofaktoren

Barrett et al. (2016) identifizierten in einer groß angelegten Survey-Studie folgende Hauptfaktoren für unangenehme psychedelische Erfahrungen:

  • Ungünstige psychische Ausgangslage (Set): Angst, Depression, unverarbeitete Traumata, Stress
  • Ungünstige Umgebung (Setting): Laute, chaotische, unvertraute oder unsichere Umgebung
  • Zu hohe Dosierung: Insbesondere bei unerfahrenen Probanden
  • Kontrollverlust-Angst: Der Versuch, die Erfahrung zu kontrollieren oder zu unterdrücken
  • Mischkonsum: Kombination mit anderen Substanzen (insbesondere Cannabis oder Stimulanzien)

Prävention durch Set und Setting

In klinischen Studien wird das Risiko unangenehmer Erfahrungen durch folgende Protokolle minimiert:

  • Ausführliche Vorbereitung und psychologische Voruntersuchung
  • Ruhige, komfortable und sichere Umgebung
  • Anwesenheit geschulter Begleiter (Sitter/Therapeuten)
  • Keine Kombination mit anderen psychoaktiven Substanzen
  • Klare Kommunikation: Die Erfahrung ist zeitlich begrenzt

→ Ausführliche Informationen: Set und Setting: Risikominimierung wissenschaftlich erklärt

LSD-Trip beenden: Ist das möglich?

Kann man einen LSD-Trip vorzeitig abbrechen? In klinischen Settings steht hierfür eine pharmakologische Option zur Verfügung: Benzodiazepine (z. B. Diazepam, Lorazepam) wirken anxiolytisch und können die psychische Intensität einer unangenehmen Erfahrung deutlich reduzieren. Sie beenden den Trip nicht vollständig, dämpfen aber Angst und Panik signifikant.

Neuere Forschung (Rickli et al., 2016) untersucht zudem Ketanserin, einen selektiven 5-HT2A-Antagonisten, der die Wirkung von LSD tatsächlich blockieren kann. In klinischen Studien wird Ketanserin als „Notbremse" bereitgehalten.

Was hilft gegen einen Bad Trip? Neben pharmakologischen Optionen empfehlen erfahrene klinische Forscher (Johnson et al., 2008):

  • Ruhige, beruhigende Kommunikation durch eine vertraute Person
  • Umgebungswechsel (anderer Raum, frische Luft)
  • Beruhigende Musik
  • Die Erinnerung, dass die Erfahrung zeitlich begrenzt ist
  • Tiefes, bewusstes Atmen

Kann man auf einem LSD-Trip hängen bleiben?

Kann man auf einem LSD-Trip hängen bleiben? Diese Frage gehört zu den hartnäckigsten Mythen rund um LSD. Die kurze Antwort: Nein — nicht im wörtlichen Sinne. LSD wird vom Körper vollständig metabolisiert, und die akuten psychoaktiven Effekte enden, sobald die Substanz abgebaut ist. Es gibt keinen dokumentierten Fall, in dem eine Person dauerhaft „im Trip gefangen" geblieben wäre.

Allerdings existiert eine reale, wenn auch seltene, Erkrankung, die diesen Mythos nährt:

HPPD: Hallucinogen Persisting Perception Disorder

HPPD ist eine im DSM-5 anerkannte Diagnose (Code 292.89), bei der Betroffene nach dem Ende der akuten Wirkung weiterhin visuelle Störungen erleben — typischerweise:

  • Visueller Schnee (Visual Snow)
  • Nachbilder, die länger als normal persistieren
  • Halos um Lichtquellen
  • Geometrische Muster in der Peripherie des Sichtfelds
  • Gelegentliche „Flashbacks" (kurze, unerwartete Wahrnehmungsveränderungen)

Die Prävalenz von HPPD ist schwer zu bestimmen. Halpern & Pope (2003) schätzten sie auf unter 1 % aller Personen, die Halluzinogene konsumiert haben. Die Symptome sind in der Regel mild, können aber in seltenen Fällen belastend sein und eine Behandlung erfordern.

Wichtig: HPPD ist keine fortdauernde psychoaktive Wirkung von LSD, sondern wird als neurologische Anpassungsstörung des visuellen Systems verstanden. Die Substanz selbst ist längst abgebaut.

→ Verwandtes Thema: LSD und Psychose — Risikobewertung auf Basis der Forschung

Wer hatte den ersten LSD-Trip der Welt?

Der Schweizer Chemiker Albert Hofmann erlebte am 19. April 1943 die erste dokumentierte LSD-Erfahrung der Geschichte. Nachdem er drei Tage zuvor bereits unabsichtlich eine minimale Menge LSD absorbiert hatte, nahm er am sogenannten „Bicycle Day" bewusst 250 µg LSD-25 ein — eine Dosis, die er für niedrig hielt, die sich aber als extrem potent erwies. Seine anschließende Fahrradfahrt nach Hause und die dabei erlebten intensiven Wahrnehmungsveränderungen sind als der erste dokumentierte LSD-Trip in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen (Hofmann, 1979).

LSD-Derivate für die Forschung

Während LSD-25 selbst dem BtMG unterliegt und in Deutschland illegal ist, existieren legale Forschungschemikalien, die als LSD-Analoga für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt werden. Diese Substanzen sind strukturell verwandt und werden in der Forschung zur Untersuchung der Struktur-Wirkungs-Beziehungen am 5-HT2A-Rezeptor verwendet.

Bei shop-lsd.de sind aktuell folgende NpSG-konforme Forschungschemikalien verfügbar:

⚠️ Hinweis: Alle bei shop-lsd.de erhältlichen Produkte sind ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht zum menschlichen Konsum geeignet. Der Käufer bestätigt, dass er das Produkt nur zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erwirbt.

Häufig gestellte Fragen zum LSD-Trip

Wie fühlt sich ein LSD-Trip an?

In klinischen Studien berichten Probanden über intensivierte Farben, veränderte Zeitwahrnehmung, verstärkte Emotionen, Synästhesie (Vermischung der Sinne) und bei höheren Dosierungen über Ego-Dissolution — eine Auflösung der gewohnten Ich-Grenzen. Die subjektive Erfahrung variiert erheblich und hängt von Dosis, psychischer Verfassung (Set) und Umgebung (Setting) ab.

Wie lange dauert ein typischer LSD-Trip?

Ein typischer LSD-Trip dauert 8 bis 12 Stunden. Die akuten Effekte (Peak) treten 1–4 Stunden nach Einnahme auf und klingen nach 6–8 Stunden deutlich ab. Die Gesamtdauer hängt von Dosierung, individueller Metabolisierung und Toleranz ab. Einschlafen ist meist erst 10–16 Stunden nach Einnahme möglich.

Was ist ein Bad Trip und wie kann man ihn vermeiden?

Ein Bad Trip ist eine akute psychedelische Erfahrung, die von Angst, Panik oder Verwirrung dominiert wird. Die wichtigsten Präventionsfaktoren laut klinischer Forschung sind: eine sichere, vertraute Umgebung (Setting), eine stabile psychische Ausgangslage (Set), angemessene Dosierung und die Anwesenheit einer nüchternen Vertrauensperson.

Was hilft, wenn ein LSD-Trip unangenehm wird?

Bewährte Maßnahmen aus klinischen Settings: ruhige, beruhigende Kommunikation durch eine vertraute Person, Umgebungswechsel, beruhigende Musik und die Erinnerung daran, dass die Erfahrung zeitlich begrenzt ist. Pharmakologisch können Benzodiazepine die Angst reduzieren. Ketanserin, ein 5-HT2A-Antagonist, kann die Wirkung von LSD blockieren.

Wie fühlt man sich am Tag nach einem LSD-Trip?

Die Mehrheit der Studienteilnehmer berichtet über einen positiven „Afterglow" — gehobene Stimmung, erhöhte Achtsamkeit und ein Gefühl der Klarheit. Kater-ähnliche Symptome (Müdigkeit, Kopfschmerzen) treten seltener auf und sind meist auf Schlafentzug zurückzuführen. LSD gilt nach aktuellem Forschungsstand als nicht neurotoxisch.

Kann man einen LSD-Trip vorzeitig abbrechen?

In klinischen Settings werden Benzodiazepine (z. B. Diazepam) eingesetzt, um Angst und Panik zu reduzieren — sie beenden den Trip nicht vollständig, dämpfen aber die psychische Intensität. Der 5-HT2A-Antagonist Ketanserin kann die LSD-Wirkung tatsächlich blockieren und wird in der Forschung als „Notbremse" bereitgehalten.

Quellenverzeichnis

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  18. Schmid, Y., & Liechti, M. E. (2018). Long-lasting subjective effects of LSD in normal subjects. Psychopharmacology, 235(2), 535–545.

Zuletzt aktualisiert: März 2026 | Redaktion: shop-lsd.de

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