LSD Sicherheit — Kontraindikationen, Wechselwirkungen & Risikofaktoren

Wer sollte kein LSD nehmen? Lysergsäurediethylamid ((6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4,6,6a,7,8,9-hexahydroindolo[4,3-fg]chinolin-9-carboxamid) ist eine der potentesten psychoaktiven Substanzen, die der Wissenschaft bekannt sind. Trotz wachsender Forschung zu therapeutischen Anwendungen existieren klare Kontraindikationen, bei denen die Einnahme erhebliche Risiken birgt. Dieser Artikel fasst den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu Sicherheitsprofil, Wechselwirkungen und Risikofaktoren zusammen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt kein Gespräch mit einer qualifizierten Fachperson. Die Informationen basieren auf publizierter wissenschaftlicher Literatur und dienen ausschließlich der Wissensvermittlung.

Wer sollte kein LSD nehmen? — Absolute Kontraindikationen

Die Frage „Wer sollte kein LSD nehmen?" lässt sich auf Basis der aktuellen Studienlage klar beantworten. Es gibt Personengruppen, für die die Einnahme von LSD mit einem unverhältnismäßig hohen Risiko verbunden ist. Die klinische Forschung — etwa die Studien der Universität Basel unter Matthias Liechti — definiert strenge Ausschlusskriterien für Probanden, die als Orientierung dienen können [1].

Absolute Kontraindikationen im Überblick

Kontraindikation Risiko Evidenzgrad
Schizophrenie oder schizoaffektive Störungen (eigen oder familiär) Auslösung psychotischer Episoden, HPPD Hoch — konsistente klinische Daten [1][2]
Bipolare Störung Typ I Manische Episoden, psychotische Dekompensation Hoch [2]
Schwangerschaft und Stillzeit Uteruskontraktionen, potenzielle Teratogenität Mittel — Tierstudien, keine kontrollierten Humanstudien [3]
Schwere kardiovaskuläre Erkrankungen Blutdruckanstieg, Tachykardie, Vasokonstriktion Hoch [4]
Epilepsie Senkung der Krampfschwelle (diskutiert) Mittel [5]
Gleichzeitige Einnahme von Lithium Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit Hoch — multiple Fallberichte [6]
Alter unter 18 Jahren Neurologische Entwicklungsrisiken Hoch — ethischer Konsens [1]

Wann sollte man kein LSD nehmen? Zusätzlich zu den genannten Kontraindikationen raten Forscher von der Einnahme in folgenden Situationen ab: bei akuter psychischer Belastung, unter Schlafentzug, in unkontrollierten Umgebungen und bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente (siehe Abschnitt Wechselwirkungen).

Warum sollte man kein LSD nehmen? LSD greift tief in die serotonerge Neurotransmission ein, primär über den 5-HT2A-Rezeptor. Bei vulnerablen Personen kann dies latente psychiatrische Erkrankungen triggern, die ohne die Substanz möglicherweise nie manifest geworden wären. Das Risiko-Nutzen-Verhältnis ist bei den genannten Kontraindikationen eindeutig negativ [2].

LSD und Schwangerschaft — Risiken und Studienlage

Die Frage „Darf man während der Schwangerschaft LSD nehmen?" wird in der wissenschaftlichen Literatur eindeutig verneint. LSD Schwangerschaft ist eine absolute Kontraindikation — und zwar aus mehreren Gründen.

LSD hat eine strukturelle Verwandtschaft mit Ergotalkaloiden. Diese Substanzklasse ist bekannt für ihre uterotone Wirkung — sie kann Kontraktionen der Gebärmutter auslösen. In Tierversuchen an Mäusen und Ratten zeigten sich bei hohen Dosen teratogene Effekte, darunter Fehlbildungen der Extremitäten [3]. Die Übertragbarkeit auf den Menschen ist jedoch nicht abschließend geklärt, da kontrollierte Studien an Schwangeren aus ethischen Gründen nicht durchführbar sind.

Was die klinische Forschung zeigt:

  • Chromosomenschäden: Frühere Studien der 1960er-Jahre berichteten über LSD-induzierte Chromosomenbrüche. Spätere Metaanalysen (Dishotsky et al., 1971) konnten diese Befunde bei realistischen Dosierungen nicht konsistent bestätigen [7]. Dennoch bleibt ein Restrisiko.
  • Uteruskontraktionen: Die ergoline Grundstruktur von LSD kann über Serotonin- und Dopaminrezeptoren im Uterus Kontraktionen auslösen, was insbesondere im ersten Trimester das Risiko eines Spontanaborts erhöhen kann [3].
  • Plazentagängigkeit: LSD passiert die Plazentaschranke. Die Auswirkungen auf die fetale Gehirnentwicklung — insbesondere auf das sich entwickelnde serotonerge System — sind nicht ausreichend erforscht.

Fazit: Aufgrund der ergolinen Pharmakologie, der Plazentagängigkeit und der fehlenden Sicherheitsdaten ist LSD während Schwangerschaft und Stillzeit strikt kontraindiziert. Alle klinischen Studien schließen Schwangere und Stillende kategorisch aus [1].

LSD und Medikamente — Gefährliche Wechselwirkungen

LSD interagiert über mehrere pharmakologische Mechanismen mit anderen Substanzen. Die Kenntnis dieser Wechselwirkungen ist für die Sicherheitsbewertung essentiell. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Interaktionen zusammen:

Medikamentenklasse Beispiele Art der Wechselwirkung Risiko
SSRIs Fluoxetin, Sertralin, Citalopram Abschwächung der LSD-Wirkung + Serotonin-Syndrom-Risiko Mittel bis Hoch
MAO-Hemmer Tranylcypromin, Phenelzin, Moclobemid Massive Wirkungsverstärkung, Serotonin-Syndrom Sehr Hoch
Lithium Lithiumcarbonat Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen Lebensbedrohlich
Trizyklische Antidepressiva Amitriptylin, Imipramin Verstärkung der LSD-Wirkung Mittel
Antipsychotika Haloperidol, Risperidon, Quetiapin Blockierung der LSD-Wirkung (5-HT2A-Antagonismus) Gering (als Trip-Stopper nutzbar)
Tramadol Tramal Serotonin-Syndrom, Senkung der Krampfschwelle Hoch
Cannabis THC, CBD Unberechenbare Verstärkung, Angstpotenzierung Mittel

Detaillierte Informationen zu Kombinationen mit anderen Substanzen finden Sie im Artikel LSD Mischkonsum.

SSRI und LSD — Serotonin-Syndrom-Risiko

Die Kombination SSRI und LSD (auch: LSD und SSRI, SSRI LSD, LSD SSRI) ist eine der häufigsten Fragen im Kontext der LSD-Sicherheit. Beide Substanzklassen wirken auf das serotonerge System — jedoch über unterschiedliche Mechanismen.

Wie SSRIs die LSD-Wirkung beeinflussen:

  • Abschwächung: SSRIs führen zu einer Downregulation der 5-HT2A-Rezeptoren bei Dauereinnahme. Da LSD primär über diese Rezeptoren wirkt, berichten viele Anwender von einer deutlich reduzierten subjektiven Wirkung [8]. Klinische Studien (Bonson et al., 1996) bestätigen diesen Effekt [9].
  • Serotonin-Syndrom: Obwohl LSD kein Serotonin-Reuptake-Hemmer ist, stimuliert es Serotoninrezeptoren direkt. In Kombination mit einem SSRI kann die kumulative serotonerge Aktivität ein Serotonin-Syndrom auslösen — ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand mit Symptomen wie Hyperthermie, Muskelrigidität, Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen [10].

Symptome des Serotonin-Syndroms (Hunter-Kriterien):

  • Spontaner Klonus (unwillkürliche Muskelzuckungen)
  • Agitation und Unruhe
  • Diaphorese (starkes Schwitzen) und Hyperthermie (>38°C)
  • Hyperreflexie und Tremor
  • In schweren Fällen: Rigidität, Temperatur >41°C, Krampfanfälle

Empfehlung der klinischen Forschung: In allen klinischen LSD-Studien (z. B. Universität Basel, Imperial College London) müssen Probanden SSRIs mindestens 2–5 Wochen vor der Studienteilnahme absetzen — abhängig von der Halbwertszeit des jeweiligen SSRIs. Fluoxetin mit seiner langen Halbwertszeit (inkl. aktiver Metabolit Norfluoxetin: ~4–16 Tage) erfordert dabei die längste Washout-Phase [1][8].

Wichtig: Das eigenständige Absetzen von Antidepressiva ist gefährlich und kann zu schweren Absetzerscheinungen führen. Sprechen Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt.

LSD und Herzerkrankungen — Kardiovaskuläre Risiken

Erhöht LSD den Blutdruck? Ja. LSD hat dosisabhängige sympathomimetische Effekte. Klinische Studien dokumentieren konsistent einen moderaten Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz [4].

Typische kardiovaskuläre Effekte in klinischen Studien (100–200 µg oral):

  • Systolischer Blutdruck: Anstieg um durchschnittlich 10–20 mmHg [4]
  • Herzfrequenz: Anstieg um durchschnittlich 5–15 Schläge/Minute [4]
  • Körpertemperatur: Leichter Anstieg um 0,2–0,5°C
  • Mydriasis: Pupillenerweiterung (konsistent)

Für gesunde Personen sind diese Veränderungen in der Regel klinisch unbedeutend. Bei bestehenden Herzerkrankungen kann der Blutdruckanstieg jedoch problematisch werden:

  • Unkontrollierte Hypertonie: Der zusätzliche Blutdruckanstieg kann kritische Werte erreichen
  • Koronare Herzkrankheit: Die sympathomimetische Stimulation erhöht den myokardialen Sauerstoffbedarf
  • Herzrhythmusstörungen: In Einzelfällen wurden supraventrikuläre Tachykardien berichtet
  • Valvulopathie: LSD hat — wie andere Ergoline — Affinität zu 5-HT2B-Rezeptoren auf Herzklappen. Bei chronischer Exposition können fibrotische Veränderungen auftreten (bekannt von Pergolid, Cabergolin) [11]. Bei einmaliger oder seltener Exposition ist dieses Risiko vernachlässigbar.

Alle klinischen LSD-Studien schließen Probanden mit unkontrolliertem Bluthochdruck (>140/90 mmHg) und bekannten Herzerkrankungen aus [1][4].

LSD und psychische Vorerkrankungen

Das Zusammenspiel von LSD und psychischen Vorerkrankungen ist eines der am intensivsten erforschten Felder der Psychedelika-Forschung. Die Datenlage zeigt ein differenziertes Bild:

Hohes Risiko — Kontraindiziert

  • Schizophrenie-Spektrum-Störungen: Eigen- oder Familienanamnese (erstgradig). LSD kann psychotische Episoden auslösen, die über die akute Wirkungsdauer hinaus persistieren. Das Risiko einer LSD-induzierten Psychose ist bei genetischer Prädisposition signifikant erhöht [2].
  • Bipolare Störung Typ I: Risiko manischer Episoden. Bipolar-II-Patienten werden in neueren Studien teilweise eingeschlossen, jedoch nur unter strenger ärztlicher Überwachung [12].
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung (schwer): Unkontrollierte emotionale Reaktionen, Dissoziationsgefahr

Moderates Risiko — Nur unter klinischer Aufsicht

  • Depression (MDD): Aktiv erforscht als therapeutischer Ansatz. Studien zeigen positive Ergebnisse, aber ausschließlich in kontrolliertem, therapeutischem Setting mit professioneller Begleitung [12].
  • PTBS: Ähnlich wie bei Depression — vielversprechende Forschungsergebnisse, aber nur unter professioneller Anleitung [12].
  • Angststörungen: Klinische Studien (z. B. Gasser et al., 2014) zeigten Reduktion der Angst bei Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, aber nur in therapeutischem Kontext [13].

HPPD (Hallucinogen Persisting Perception Disorder)

Eine seltene, aber ernstzunehmende Langzeitfolge ist HPPD — anhaltende visuelle Störungen (Nachleuchteffekte, visuelle Schnee-Phänomene) nach Einnahme von Halluzinogenen. Die Prävalenz wird auf 1–5% der regelmäßigen Anwender geschätzt [14]. Prädisponierende Faktoren sind noch nicht vollständig identifiziert. Weitere Informationen zu Langzeiteffekten finden Sie unter LSD Wirkung.

Altersbedingte Risiken — Jugendliche und LSD

Das menschliche Gehirn befindet sich bis etwa zum 25. Lebensjahr in der Entwicklung — insbesondere der präfrontale Kortex, der für Impulskontrolle, Entscheidungsfindung und emotionale Regulation zuständig ist. Die Exposition gegenüber potenten 5-HT2A-Agonisten während dieser kritischen Entwicklungsphase wird von der Neurowissenschaft als besonders risikoreich eingestuft [15].

Spezifische Risiken bei Jugendlichen:

  • Neuroplastizitäts-Interferenz: LSD fördert über BDNF- und mTOR-Signalwege neuronale Plastizität. Während dies bei Erwachsenen therapeutisch genutzt werden könnte, kann es in einem sich entwickelnden Gehirn zu unvorhersehbaren Veränderungen führen [15].
  • Höhere Vulnerabilität für Psychosen: Die Erstmanifestation von Schizophrenie liegt typischerweise zwischen 16 und 30 Jahren. LSD kann bei genetisch prädisponierten Jugendlichen eine Erstmanifestation triggern [2].
  • Identitätsentwicklung: Tiefgreifende psychedelische Erfahrungen können die Identitätsentwicklung im Jugendalter destabilisieren.
  • Risikoverhalten: Jugendliche neigen zu riskanterem Substanzgebrauch (höhere Dosen, unsicheres Setting, Mischkonsum).

Alle klinischen Psychedelika-Studien haben ein Mindestalter von 18 Jahren (häufig 25 Jahren) als Einschlusskriterium. Dies entspricht auch dem ethischen Konsens in der Forschungsgemeinschaft [1].

LSD und Epilepsie

Die Frage nach LSD und Epilepsie ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Die verfügbare Evidenz deutet auf ein erhöhtes Risiko hin:

  • Serotonin und Krampfschwelle: Das serotonerge System spielt eine komplexe Rolle bei der Krampfregulation. Während einige Serotonin-Rezeptor-Subtypen antikonvulsiv wirken (5-HT1A), können andere prokonvulsiv sein [5].
  • Fallberichte: Es existieren einzelne Fallberichte über Krampfanfälle nach LSD-Einnahme, wobei unklar ist, ob Verunreinigungen oder Mischkonsum eine Rolle spielten [5].
  • Lithium-Interaktion: Besonders gefährlich ist die Kombination von LSD mit Lithium, das bei einigen Epilepsie-Patienten als Komedikation eingesetzt wird. Diese Kombination hat ein signifikantes Risiko für Krampfanfälle [6].

Aufgrund der unklaren Datenlage und des potenziellen Risikos wird Epilepsie in allen klinischen Studien als Ausschlusskriterium geführt [1]. Personen mit Epilepsie sollten LSD und seine Derivate strikt meiden.

Safer Use — Risikominimierung bei Forschungssubstanzen

In der wissenschaftlichen Forschung mit LSD und verwandten Substanzen gelten strenge Sicherheitsprotokolle. Die folgenden Prinzipien der Risikominimierung stammen aus klinischen Studienprotokollen und werden hier im Kontext der Forschungssicherheit dargestellt [1][12]:

  • Substanzidentifizierung: Analytische Verifikation durch Reagenztests oder Laboranalyse. LSD Test Kits ermöglichen eine grundlegende Identifikation.
  • Reinheitsprüfung: Nur Substanzen mit bekannter Reinheit und Dosierung verwenden. Unbekannte Dosierungen stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
  • Medizinisches Screening: In klinischen Studien werden Probanden umfassend auf Kontraindikationen gescreent: psychiatrische Anamnese, Familienanamnese, EKG, Blutbild, Medikamentenanamnese [1].
  • Überwachung: Kontinuierliches Monitoring von Vitalparametern (Blutdruck, Herzfrequenz, Temperatur) während der gesamten Wirkungsdauer.
  • Notfallprotokoll: Benzodiazepine (z. B. Lorazepam) als Notfallmedikation bereithalten. Antipsychotika (z. B. Haloperidol) als Second-Line-Option [1].

Grundlegende Informationen zur Substanz und ihren Effekten finden Sie unter LSD Einnahme. Zur Frage der Abhängigkeit informiert der Artikel LSD Suchtgefahr.

Set und Setting — Grundlagen der sicheren Anwendung

Das Konzept von „Set und Setting" wurde maßgeblich durch Timothy Leary geprägt und ist heute zentraler Bestandteil aller klinischen Psychedelika-Studien. Es beschreibt die zwei wichtigsten nicht-pharmakologischen Variablen, die das Ergebnis einer psychedelischen Erfahrung bestimmen [16]:

Set (innere Verfassung)

  • Psychischer Zustand: Emotionale Stabilität, Abwesenheit von akuter Angst, Trauer oder Stress
  • Erwartungshaltung: Realistische Erwartungen an die Erfahrung
  • Intention: Klare, positive Absicht — in der Forschung z. B. therapeutische oder erkenntnisgewinnende Ziele
  • Gesundheitszustand: Ausschluss aller genannten Kontraindikationen, ausreichend Schlaf, Nahrungsaufnahme

Setting (äußere Umgebung)

  • Physische Sicherheit: Ruhige, komfortable Umgebung ohne Gefahrenquellen
  • Vertrauensperson: Anwesenheit einer nüchternen, erfahrenen Begleitperson (in klinischen Studien: geschulte Therapeuten)
  • Zeitrahmen: Die LSD-Wirkungsdauer beträgt 8–12 Stunden. Der gesamte folgende Tag sollte frei sein.
  • Keine Verpflichtungen: Keine Termine, keine Autofahrten, kein Zugang zu gefährlichen Geräten

Studien zeigen konsistent, dass das Setting einen signifikanten Einfluss auf das Auftreten von adversiven Reaktionen hat. In kontrollierten klinischen Settings mit geschultem Personal treten schwere unerwünschte Ereignisse deutlich seltener auf als in unkontrollierten Umgebungen [16].

FAQ — Häufig gestellte Fragen zur LSD-Sicherheit

Wer sollte auf keinen Fall LSD nehmen?

Personen mit Schizophrenie oder schizoaffektiven Störungen (auch in der Familienanamnese ersten Grades), bipolarer Störung Typ I, schweren Herzerkrankungen, Epilepsie, Schwangere und Stillende sowie Personen unter 18 Jahren sollten LSD auf keinen Fall nehmen. Ebenso ist die Einnahme bei gleichzeitiger Lithium-Medikation lebensbedrohlich kontraindiziert.

Welche Kontraindikationen gibt es für den LSD-Konsum?

Die wissenschaftlich etablierten Kontraindikationen umfassen: psychotische Störungen und deren familiäre Prädisposition, bipolare Störung Typ I, schwere kardiovaskuläre Erkrankungen (unkontrollierte Hypertonie, KHK), Epilepsie, Schwangerschaft und Stillzeit, Alter unter 18 Jahren sowie die gleichzeitige Einnahme von Lithium, MAO-Hemmern oder Tramadol.

Kann man LSD nehmen, wenn man Antidepressiva einnimmt?

Die Kombination von LSD mit Antidepressiva — insbesondere SSRIs und MAO-Hemmern — birgt das Risiko eines Serotonin-Syndroms. SSRIs schwächen zudem die subjektive LSD-Wirkung ab. In klinischen Studien müssen SSRIs 2–5 Wochen vor der LSD-Gabe abgesetzt werden. Das eigenständige Absetzen von Antidepressiva ist jedoch medizinisch gefährlich — konsultieren Sie immer einen Arzt.

Ist LSD gefährlich für Menschen mit Herzproblemen?

Ja. LSD erhöht dosisabhängig den Blutdruck (um ca. 10–20 mmHg systolisch) und die Herzfrequenz (um ca. 5–15 Schläge/Minute). Für gesunde Personen ist dies meist unbedenklich, bei bestehenden Herzerkrankungen wie unkontrolliertem Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit oder Herzrhythmusstörungen können diese Effekte jedoch klinisch relevant und gefährlich werden.

Welche Medikamente darf man nicht mit LSD kombinieren?

Besonders gefährlich sind Kombinationen mit: Lithium (Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit — lebensbedrohlich), MAO-Hemmer (massiver Wirkungsanstieg, Serotonin-Syndrom), Tramadol (Serotonin-Syndrom, Krampfanfälle) und SSRIs (Serotonin-Syndrom-Risiko). Auch trizyklische Antidepressiva können die LSD-Wirkung unberechenbar verstärken.

Ab welchem Alter kann LSD besonders schädlich sein?

Das menschliche Gehirn entwickelt sich bis etwa zum 25. Lebensjahr. Personen unter 18 Jahren sind besonders gefährdet, da LSD die neuronale Plastizität beeinflusst und latente psychiatrische Erkrankungen — insbesondere Schizophrenie, deren Erstmanifestation typischerweise zwischen 16 und 30 Jahren liegt — triggern kann. Alle klinischen Studien setzen ein Mindestalter von 18, häufig 25 Jahren voraus.

Quellenverzeichnis

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  2. Johnson, M. W., Richards, W. A., & Griffiths, R. R. (2008). Human hallucinogen research: guidelines for safety. Journal of Psychopharmacology, 22(6), 603–620. doi:10.1177/0269881108093587
  3. Passie, T., Halpern, J. H., Stichtenoth, D. O., Emrich, H. M., & Hintzen, A. (2008). The pharmacology of lysergic acid diethylamide: a review. CNS Neuroscience & Therapeutics, 14(4), 295–314. doi:10.1111/j.1755-5949.2008.00059.x
  4. Schmid, Y., Enzler, F., Gasser, P., Grouzmann, E., Preller, K. H., Vollenweider, F. X., ... & Liechti, M. E. (2015). Acute effects of lysergic acid diethylamide in healthy subjects. Biological Psychiatry, 78(8), 544–553. doi:10.1016/j.biopsych.2014.11.015
  5. Nichols, D. E. (2016). Psychedelics. Pharmacological Reviews, 68(2), 264–355. doi:10.1124/pr.115.011478
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  7. Dishotsky, N. I., Loughman, W. D., Mogar, R. E., & Lipscomb, W. R. (1971). LSD and genetic damage. Science, 172(3982), 431–440. doi:10.1126/science.172.3982.431
  8. Strassman, R. J. (1992). Human hallucinogen interactions with drugs affecting serotonergic neurotransmission. Neuropsychopharmacology, 7(3), 241–243.
  9. Bonson, K. R., Buckholtz, J. W., & Murphy, D. L. (1996). Chronic administration of serotonergic antidepressants attenuates the subjective effects of LSD in humans. Neuropsychopharmacology, 14(6), 425–436. doi:10.1016/0893-133X(95)00145-4
  10. Boyer, E. W., & Shannon, M. (2005). The serotonin syndrome. New England Journal of Medicine, 352(11), 1112–1120. doi:10.1056/NEJMra041867
  11. Roth, B. L. (2007). Drugs and valvular heart disease. New England Journal of Medicine, 356(1), 6–9. doi:10.1056/NEJMp068265
  12. Goodwin, G. M., et al. (2022). Single-dose psilocybin for a treatment-resistant episode of major depression. New England Journal of Medicine, 387(18), 1637–1648. doi:10.1056/NEJMoa2206443
  13. Gasser, P., Holstein, D., Michel, Y., et al. (2014). Safety and efficacy of lysergic acid diethylamide-assisted psychotherapy for anxiety associated with life-threatening diseases. The Journal of Nervous and Mental Disease, 202(7), 513–520. doi:10.1097/NMD.0000000000000113
  14. Halpern, J. H., Lerner, A. G., & Passie, T. (2018). A review of hallucinogen persisting perception disorder (HPPD) and an exploratory study of subjects claiming symptoms of HPPD. Current Topics in Behavioral Neurosciences, 36, 333–360. doi:10.1007/7854_2016_457
  15. Vollenweider, F. X., & Preller, K. H. (2020). Psychedelic drugs: neurobiology and potential for treatment of psychiatric disorders. Nature Reviews Neuroscience, 21, 611–624. doi:10.1038/s41583-020-0367-2
  16. Carhart-Harris, R. L., et al. (2018). Psychedelics and the essential importance of context. Journal of Psychopharmacology, 32(7), 725–731. doi:10.1177/0269881118754710

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