Kaum ein Thema hat die psychedelische Forschung in den letzten Jahren so geprägt wie LSD Microdosing. Die regelmäßige Einnahme subperzeptueller Dosen von Lysergsäurediethylamid — typischerweise ein Zehntel bis ein Zwanzigstel einer vollständigen Dosis — wird mit verbesserter Kreativität, Stimmung und Konzentration in Verbindung gebracht. Doch was sagt die aktuelle Forschung wirklich? Welche Protokolle existieren, welche Dosen werden verwendet, und wie lassen sich anekdotische Berichte von empirischer Evidenz trennen? Dieser wissenschaftliche Guide fasst den aktuellen Stand zusammen — von den Grundlagen der Microdosing Dosis über etablierte Microdosing Protokolle bis hin zu den neuesten klinischen Studien.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und wissenschaftlicher Aufklärung. LSD-25 ist in Deutschland nach BtMG Anlage I kontrolliert. Für die legale Erforschung von Lysergsäure-Derivaten stehen NpSG-konforme Substanzen wie 1BP-LSD 15 µg Pellets zur Verfügung, die ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt sind.
Der Begriff Microdosing (deutsch: Mikrodosierung) bezeichnet die Praxis, psychoaktive Substanzen in Dosen einzunehmen, die deutlich unterhalb der Schwelle liegen, ab der vollständige psychoaktive Effekte auftreten. Bei LSD bedeutet das typischerweise eine Dosis von 5–20 µg — verglichen mit einer vollständigen psychedelischen Dosis von 100–200 µg. Die Mikrodosis soll „subperzeptuell" sein: Der Einnehmende soll keine Halluzinationen, keine signifikante Bewusstseinsveränderung und keine Beeinträchtigung der Alltagsfunktionen erleben.
Die Grundidee des Microdosings geht auf Albert Hofmann selbst zurück — den Entdecker von LSD, der in seinen späteren Lebensjahren von den Vorteilen sehr niedriger Dosen berichtete. Populär wurde die Praxis jedoch erst durch das Silicon Valley ab etwa 2010, als Technologie-Fachleute begannen, Mikrodosen von LSD und Psilocybin als „kognitive Enhancer" einzusetzen. James Fadiman systematisierte die Praxis 2011 in seinem Buch „The Psychedelic Explorer's Guide" und entwickelte das erste strukturierte Microdosing-Protokoll.
Heute ist LSD Microdosing Gegenstand einer wachsenden Zahl klinischer Studien. Die Forschungslage ist vielversprechend, aber komplex: Während anekdotische Berichte und Open-Label-Studien konsistent positive Effekte zeigen, haben die bislang durchgeführten randomisierten, placebokontrollierten Studien (RCTs) gemischte Ergebnisse geliefert — was grundlegende Fragen über Placebo-Effekte, optimale Dosierung und Messmethoden aufwirft.
Die Frage nach der richtigen Microdosing Dosis ist zentral für Forschung und Praxis gleichermaßen. Zu niedrig, und es passiert nichts; zu hoch, und die Dosis ist nicht mehr „micro".
In klinischen Studien werden typischerweise folgende LSD-Mikrodosen verwendet:
Die individuelle Empfindlichkeit variiert erheblich. Faktoren wie Körpergewicht, Metabolisierungsgeschwindigkeit (CYP-Enzym-Polymorphismen), aktuelle Medikation und individuelle Rezeptordichte beeinflussen die subjektive Schwelle. In kontrollierten Studien wird daher häufig eine individuelle Dosistitration durchgeführt.
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In der Microdosing-Forschung ist die Dosierungspräzision von besonderer Bedeutung. Anders als bei vollständigen psychedelischen Dosen, wo eine Variation von ±20 µg den Gesamteffekt wenig verändert, kann bei Mikrodosen eine Abweichung von nur 5 µg den Unterschied zwischen subperzeptuell und merklich psychoaktiv ausmachen. Standardisierte Darreichungsformen — wie Pellets mit definiertem Wirkstoffgehalt — sind daher in der Forschung gegenüber Blotter-Papier mit potenziell ungleichmäßiger Verteilung zu bevorzugen.
Ein Microdosing Protokoll definiert den zeitlichen Rahmen der Mikrodosierung: Wie oft wird eine Dosis eingenommen? An welchen Tagen? Über welchen Zeitraum? Mehrere Protokolle haben sich in Forschung und Praxis etabliert.
Das von Dr. James Fadiman entwickelte Protokoll ist das bekannteste und am häufigsten in Studien verwendete Schema:
Zyklus: 1 Tag Mikrodosis → 2 Tage Pause → Wiederholung
Dauer: 4–8 Wochen, dann mindestens 2–4 Wochen Pause
Die Logik hinter dem Fadiman-Protokoll: Der „Transition Day" ermöglicht die Beobachtung von Nachwirkungen und Afterglow-Effekten. Der „Normal Day" liefert eine persönliche Baseline zum Vergleich. Die Pausen verhindern eine Toleranzentwicklung — ein wichtiger Punkt, da LSD bereits nach wenigen aufeinanderfolgenden Tagen eine signifikante Toleranz induziert.
Der Mykologe Paul Stamets hat ein Protokoll vorgeschlagen, das ursprünglich für Psilocybin entwickelt wurde, aber in der Community auch auf LSD-Derivate adaptiert wird:
Zyklus: 4 Tage Mikrodosis → 3 Tage Pause → Wiederholung
Dauer: 4 Wochen on, 2–4 Wochen off
Stamets kombiniert die Mikrodosis ursprünglich mit Löwenmähne (Hericium erinaceus) und Niacin — der sogenannte „Stamets Stack". Die Hypothese: Psilocybin/LSD fördert die neuronale Plastizität, Löwenmähne unterstützt die Neurogenese über NGF (Nerve Growth Factor), und Niacin erweitert die periphere Durchblutung und fördert so die Distribution. Wissenschaftliche Evidenz für diese Kombination ist bislang begrenzt.
Wichtiger Hinweis zur Adaptation auf LSD: Da LSD eine schnellere und ausgeprägtere Toleranzentwicklung zeigt als Psilocybin, ist die viertägige Einnahmephase bei LSD-Mikrodosen kritischer zu bewerten. Die Tage 3 und 4 könnten durch die aufgebaute Toleranz bereits eine reduzierte Wirkung zeigen.
Ein einfacheres Schema, das in einigen Studien verwendet wird:
Zyklus: Jeden zweiten Tag eine Mikrodosis
Dauer: 4–8 Wochen, dann Pause
Dieses Protokoll bietet den Vorteil der Einfachheit und minimiert die Toleranzproblematik, da zwischen jeder Dosis mindestens 24 Stunden liegen.
Die aktuelle Forschung hat noch nicht eindeutig geklärt, welches Protokoll überlegen ist. Das Fadiman-Protokoll wird am häufigsten in klinischen Studien verwendet und bietet die beste Datenbasis. Für Forschungszwecke empfiehlt sich das Fadiman-Schema als Ausgangspunkt, mit der Möglichkeit, Parameter basierend auf den Beobachtungen anzupassen.
Die wissenschaftliche Evidenz zum LSD Microdosing hat sich seit 2019 deutlich verdichtet. Mehrere methodisch hochwertige Studien liefern ein differenziertes Bild.
Bershad et al. (2019): In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie an der University of Chicago erhielten gesunde Probanden Einzeldosen von 6,5 µg, 13 µg und 26 µg LSD. Die Ergebnisse: 26 µg erzeugte messbare subjektive Effekte (erhöhte Wachsamkeit, leichte Stimmungsveränderungen), 13 µg zeigte minimale Effekte, und 6,5 µg war von Placebo nicht unterscheidbar. Wichtig: Es handelte sich um Einzeldosen, nicht um wiederholte Mikrodosierung.
Family et al. (2020): Diese am Beckley Foundation durchgeführte Studie untersuchte die Wirkung von LSD-Mikrodosen (5, 10 und 20 µg) auf die Zeitwahrnehmung. Selbst bei 5 µg zeigten sich messbare Veränderungen in der zeitlichen Reproduktion — ein Hinweis darauf, dass auch subperzeptuelle Dosen neurokognitive Prozesse beeinflussen können, ohne dass die Probanden bewusste Veränderungen bemerken.
Holze et al. (2021): Das Team um Matthias Liechti in Basel führte eine systematische Dosisfindungsstudie durch. Ergebnis: Dosen unter 25 µg erzeugten in den meisten psychometrischen Skalen keine signifikanten Unterschiede zu Placebo. Allerdings zeigten sich auf neurobiologischer Ebene (EEG, Cortisol) Veränderungen bereits bei niedrigeren Dosen — was die Frage aufwirft, ob die herkömmlichen Messinstrumente sensitiv genug für Microdosing-Effekte sind.
MindBio Therapeutics (2024, Phase 2b): Eine der bislang größten und methodisch rigorosesten Microdosing-Studien. In einem doppelblinden, placebokontrollierten Design erhielten Teilnehmer mit Major Depression über 6 Wochen regelmäßige LSD-Mikrodosen (nach dem Fadiman-Protokoll). Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen der Depressionssymptome im Vergleich zur Placebo-Gruppe — der erste Phase-2b-Beleg für eine antidepressive Wirkung wiederholter LSD-Mikrodosen.
Szigeti et al. (2021, „Self-Blinding" Studie): In einem innovativen Design — Teilnehmer erstellten selbst Placebo- und Verum-Kapseln, ohne zu wissen, welche sie wann einnahmen — konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Mikrodosis und Placebo festgestellt werden. Die Autoren schlossen, dass ein erheblicher Teil der berichteten Microdosing-Effekte auf Erwartungseffekte (Placebo) zurückzuführen sein könnte. Diese Studie wird methodisch allerdings kontrovers diskutiert: Die Selbstherstellung der Dosen, fehlende Standardisierung und die Online-Durchführung limitieren die Aussagekraft.
Polito & Stevenson (2019): In einer Längsschnitt-Beobachtungsstudie mit 98 Microdosern über 6 Wochen zeigten sich signifikante Verbesserungen in den Bereichen Depression, Stress und „Absorption" (die Fähigkeit, in Erfahrungen aufzugehen). Keine Verbesserungen wurden bei Angst und Aufmerksamkeit gefunden. Die Autoren betonen die Bedeutung psychologischer Variablen — insbesondere Absorption und Neurotizismus — als Moderatoren der Microdosing-Effekte.
Hutten et al. (2020): Eine Online-Umfrage unter 1.116 Microdosern zeigte, dass die am häufigsten berichteten Vorteile verbesserte Stimmung (26,6 %), gesteigerte Fokussierung (14,8 %) und erhöhte Kreativität (12,9 %) waren. Die häufigsten Nachteile: Angst (6,7 %) und Schlafstörungen (5,9 %).
Die neurobiologischen Mechanismen des Microdosings sind noch nicht vollständig aufgeklärt, aber mehrere Hypothesen werden aktiv beforscht. Für ein tieferes Verständnis der generellen LSD Wirkung auf das Gehirn empfehlen wir unseren ausführlichen Guide.
Auch in Mikrodosen bindet LSD an den Serotonin-5-HT2A-Rezeptor — allerdings in einer Weise, die nicht ausreicht, um die vollständige psychedelische Signalkaskade auszulösen. Die Hypothese: Mikrodosen erzeugen eine milde, tonische Modulation der serotonergen Signalgebung, die Stimmung, Kognition und neuronale Plastizität subtil beeinflusst — ähnlich dem Wirkmechanismus von SSRIs, aber über einen anderen Rezeptortyp und ohne die wochenlange Latenz.
Ly et al. (2018) zeigten in Zellkulturen, dass psychedelische Substanzen die Dendritenbildung und Synaptogenese fördern — und dass dieser Effekt dosisabhängig ist, aber bereits bei niedrigen Konzentrationen auftritt. Olson und Kollegen (2020) entwickelten daraus das Konzept der „Psychoplastogene": Substanzen, die die strukturelle Plastizität des Gehirns fördern. Microdosing könnte eine Form der chronischen, niedrigdosierten Plastizitätsmodulation darstellen.
Erste bildgebende Studien (fMRI) zeigen, dass auch Mikrodosen die funktionelle Konnektivität im Gehirn messbar verändern — wenn auch subtiler als vollständige Dosen. Interessanterweise scheinen die Veränderungen im Default Mode Network (DMN) in die gleiche Richtung zu gehen wie bei vollen Dosen: eine leichte Reduktion der DMN-Konnektivität, die mit verbesserter kognitiver Flexibilität assoziiert wird.
Hutten et al. (2020) fanden in einer kontrollierten Studie Hinweise darauf, dass LSD-Mikrodosen die BDNF-Serumspiegel beeinflussen können. BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Schlüsselprotein für neuronale Plastizität, Lernen und Gedächtnis. Wenn Mikrodosen die BDNF-Signalgebung modulieren, könnte dies ein Mechanismus für die berichteten kognitiven Verbesserungen sein.
Die Microdosing Erfahrungen, die in wissenschaftlichen Surveys und Studien dokumentiert werden, lassen sich in mehrere Kategorien einteilen. Es ist wichtig, zwischen subjektiven Berichten und objektiv gemessenen Effekten zu unterscheiden.
Die zentrale methodische Herausforderung der Microdosing-Forschung ist die Abgrenzung realer pharmakologischer Effekte von Placebo-Effekten und Erwartungseffekten. Die Hälfte der befragten Microdoser in der Studie von Szigeti et al. (2021) konnte nicht zuverlässig angeben, ob sie eine Mikrodosis oder ein Placebo eingenommen hatten — was einerseits zeigt, dass die Dosen tatsächlich subperzeptuell waren, andererseits aber die Interpretation subjektiver Berichte erschwert. Die MindBio-Studie (2024) mit ihrem rigorosen RCT-Design lieferte den bislang stärksten Hinweis, dass die Effekte über Placebo hinausgehen — zumindest bei Depression.
Für Forschende, die Microdosing-Studien planen, sind mehrere methodische Aspekte zu berücksichtigen. Diese LSD Microdosing Anleitung richtet sich an den wissenschaftlichen Kontext.
In Deutschland ist LSD-25 nach BtMG kontrolliert. Für die legale Forschung an Lysergsäure-Derivaten stehen NpSG-konforme Substanzen wie 1BP-LSD zur Verfügung. 1BP-LSD ist ein Prodrug, das im Körper zu LSD metabolisiert wird — ein Mechanismus, der auch für andere Lysergsäure-Derivate wie 1P-LSD und 1cP-LSD dokumentiert ist. Die 1BP-LSD 15 µg Pellets bieten eine für Microdosing-Forschung geeignete, präzise dosierte Darreichungsform.
Grundlegende Informationen zu LSD und Lysergsäure-Derivaten finden Sie in unserem einführenden Artikel.
Obwohl Mikrodosen per Definition subperzeptuell sind, gelten grundlegende Sicherheitsprinzipien. Detaillierte Informationen zur Sicherheit bei der Arbeit mit LSD und Derivaten haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst. Zur korrekten Einnahme und Handhabung existiert ebenfalls ein dedizierter Guide.
Die Verbindung zwischen LSD und Kreativität hat eine lange Geschichte — von den Experimenten Oscar Janigers in den 1960er-Jahren bis zu den Microdosing-Berichten aus dem Silicon Valley. Aber was sagt die aktuelle Forschung zur Kreativitätssteigerung durch Mikrodosen?
Kreativität lässt sich in zwei Komponenten zerlegen: divergentes Denken (viele verschiedene Lösungen generieren) und konvergentes Denken (die beste Lösung aus vielen Optionen finden). Prochazkova et al. (2018) zeigten, dass Mikrodosen psychedelischer Substanzen das divergente Denken verbessern — die Fähigkeit, ungewöhnliche und vielfältige Ideen zu produzieren. Gleichzeitig wurde auch das konvergente Denken leicht verbessert, was untypisch ist: Substanzen, die Divergenz fördern, beeinträchtigen häufig die Konvergenz.
Die kreativitätssteigernde Wirkung von Mikrodosen könnte auf die leichte Modulation des Default Mode Network zurückzuführen sein: Eine dezente Lockerung der DMN-Konnektivität ermöglicht flexiblere Assoziationen, ohne die kognitive Kontrolle vollständig aufzuheben — im Gegensatz zu vollen Dosen, die zu einer so starken Lockerung führen, dass strukturiertes Denken erschwert wird.
Trotz vielversprechender Einzelstudien ist die Evidenz für kreativitätssteigernde Effekte von LSD-Mikrodosen noch nicht robust. Die meisten Kreativitätsstudien sind Open-Label (nicht verblindet), verwenden kleine Stichproben und erfassen Kreativität mit standardisierten Tests, deren ökologische Validität für „reale" kreative Leistung begrenzt ist. Doppelblinde Studien mit größeren Stichproben und alltagsnäheren Kreativitätsmaßen sind notwendig.
Das therapeutische Potenzial von LSD Microdosing bei affektiven Störungen ist der derzeit am intensivsten beforschte Anwendungsbereich.
Die MindBio Therapeutics Phase-2b-Studie (2024) lieferte den bislang stärksten Beleg: Wiederholte LSD-Mikrodosen (nach Fadiman-Protokoll) zeigten in einem doppelblinden RCT signifikante Verbesserungen bei Major Depression. Die Effektgröße war vergleichbar mit der von SSRIs — bei schnellerem Wirkungseintritt und weniger sexuellen Nebenwirkungen. Wichtig: Diese Ergebnisse stammen aus einer kontrollierten klinischen Studie und sind nicht auf unkontrollierte Settings übertragbar.
Der mögliche antidepressive Mechanismus verbindet mehrere Ansatzpunkte: 5-HT2A-vermittelte Plastizitätssteigerung, BDNF-Hochregulation, milde Modulation der emotionalen Verarbeitung und die Unterbrechung ruminativer Denkmuster über DMN-Modulation.
Die Datenlage bei Angststörungen ist weniger eindeutig. Während einige Beobachtungsstudien eine Reduktion von Angst berichten, zeigen andere Studien eine leichte Zunahme von Angst — insbesondere bei Personen mit vorbestehender Angstneigung. Ein mögliches Muster: Microdosing könnte Anhedonie und emotionale Taubheit (häufig bei Depression) verbessern, während es bei Hyperarousal und Übererregung (häufig bei Angststörungen) weniger geeignet oder sogar kontraproduktiv sein könnte.
Ein wichtiger Forschungsvergleich: Vollständige psychedelische Dosen (100–200 µg) in Kombination mit Psychotherapie zeigen in Studien konsistent starke antidepressive Effekte — oft nach nur 1–2 Sitzungen. Microdosing hingegen zeigt subtilere Effekte, die über Wochen kumulieren. Die Frage, ob niedrigfrequentes High-Dose-Dosing oder hochfrequentes Microdosing therapeutisch überlegen ist, wird in zukünftigen Head-to-Head-Studien beantwortet werden müssen.
Die Toleranzentwicklung ist ein zentraler Faktor beim LSD Microdosing und wird in allen Protokollen berücksichtigt.
LSD erzeugt eine rapide Tachyphylaxie: Nach einer einzigen Dosis ist die Empfindlichkeit am nächsten Tag deutlich reduziert. Bei täglicher Einnahme ist die Wirkung nach 3–4 Tagen nahezu aufgehoben. Die Erholung dauert 5–7 Tage für eine vollständige Toleranzrückbildung. Dieses Muster — vermittelt durch die Internalisierung und Down-Regulation der 5-HT2A-Rezeptoren — ist der Grund, warum alle Microdosing-Protokolle Pausen zwischen den Einnahmetagen vorsehen.
Über die Langzeiteffekte chronischen Microdosings gibt es noch wenig empirische Daten. Theoretische Bedenken betreffen die kardiovaskuläre Sicherheit: LSD aktiviert den Serotonin-5-HT2B-Rezeptor, der an Herzklappen exprimiert wird. Chronische Aktivierung dieses Rezeptors ist mit valvulärer Herzerkrankung assoziiert (wie bei Fenfluramin und Ergotamin). Ob die bei Microdosing verwendeten Dosen und Frequenzen ausreichen, um ein kardiovaskuläres Risiko zu erzeugen, ist unklar — aber ein wichtiger Forschungsgegenstand.
Aus dem Toleranzprofil ergeben sich praktische Implikationen: Das Fadiman-Protokoll (1 Tag on, 2 Tage off) erscheint pharmakologisch sinnvoll, da die Pausen eine partielle Rezeptorresensibilisierung ermöglichen. Studien, die tägliches Microdosing untersuchen, müssen die Toleranzentwicklung als Konfundierungsvariable berücksichtigen.
Seit dem NpSG-Verbot von 1S-LSD im Dezember 2025 ist 1BP-LSD das aktuelle legale Lysergsäure-Derivat für die Forschung in Deutschland. Wie seine Vorgänger (1P-LSD, 1cP-LSD, 1V-LSD, 1D-LSD, 1S-LSD) ist 1BP-LSD ein Prodrug, das durch hydrolytische Abspaltung der Acylgruppe zu LSD metabolisiert wird.
Für die Microdosing-Forschung bietet shop-lsd.de speziell dosierte 1BP-LSD 15 µg Pellets an. Die Pellet-Form gewährleistet eine gleichmäßigere Dosierung als Blotter-Papier und erleichtert die Erstellung von Placebo-Kontrollbedingungen in Forschungsdesigns. Die Verfügbarkeit von Lysergsäure-Derivaten für die Forschung ergibt sich aus dem aktuellen Rechtsrahmen — Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel zu LSD Dosierung und Derivaten.
In klinischen Studien werden typischerweise 10–20 µg LSD als Standardmikrodosis verwendet. Die individuelle optimale Dosis variiert je nach Körpergewicht, Metabolisierungsrate und persönlicher Empfindlichkeit. Die Dosis sollte subperzeptuell sein — es sollten keine spürbaren Bewusstseinsveränderungen auftreten. Für die Forschung mit Lysergsäure-Derivaten bieten standardisierte 15 µg Pellets eine praktische und präzise Dosierungsmöglichkeit.
Das Fadiman-Protokoll (1 Tag Einnahme, 2 Tage Pause) ist das am häufigsten in klinischen Studien verwendete Schema und verfügt über die breiteste Datenbasis. Es wurde von Dr. James Fadiman 2011 systematisiert und berücksichtigt die Toleranzentwicklung von LSD. Alternative Protokolle wie das adaptierte Stamets-Protokoll (4 Tage on, 3 Tage off) oder das Every-Other-Day-Schema existieren, sind aber weniger gut erforscht.
Die Evidenz ist gemischt, aber zunehmend positiv. Open-Label-Studien und Surveys zeigen konsistent positive Effekte auf Stimmung und Kreativität. Die erste große Phase-2b-Studie (MindBio, 2024) zeigte signifikante antidepressive Effekte im doppelblinden RCT-Design. Allerdings fand eine methodisch innovative Self-Blinding-Studie (Szigeti et al., 2021) keinen Unterschied zu Placebo. Die Forschung ist aktiv und weitere hochwertige RCTs werden erwartet.
Ja, auch bei subperzeptuellen Dosen sind Nebenwirkungen möglich. Am häufigsten berichtet werden erhöhte Angst (insbesondere bei Personen mit vorbestehender Angstneigung), Schlafstörungen (bei Einnahme am Nachmittag/Abend), leichte Kopfschmerzen und emotionale Labilität. Ein langfristiges Sicherheitsbedenken betrifft die kardiovaskuläre Gesundheit aufgrund der 5-HT2B-Rezeptoraktivierung. Kontraindikationen umfassen psychotische Störungen, bipolare Störung und gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern.
Eine Mikrodosis (5–20 µg LSD) ist subperzeptuell und soll keine spürbaren Bewusstseinsveränderungen auslösen. Eine volle psychedelische Dosis (100–200 µg) erzeugt ausgeprägte Wahrnehmungsveränderungen, emotionale Intensivierung und bei höheren Dosen Ego-Auflösung. Therapeutisch werden volle Dosen typischerweise in 1–2 Sitzungen mit psychotherapeutischer Begleitung eingesetzt, während Microdosing über Wochen regelmäßig und selbstständig im Alltag praktiziert wird.
Ja, LSD erzeugt eine rapide Toleranz, auch bei niedrigen Dosen. Bei täglicher Einnahme ist die Wirkung nach 3–4 Tagen signifikant reduziert. Daher sehen alle etablierten Microdosing-Protokolle Einnahmepausen vor: Das Fadiman-Protokoll nutzt 2 Tage Pause nach jeder Dosis, um eine partielle Rezeptorresensibilisierung zu ermöglichen. Nach 4–8 Wochen Microdosing wird eine mehrwöchige Gesamtpause empfohlen.
Rechtlicher Hinweis: LSD-25 (Lysergsäurediethylamid) ist in Deutschland nach Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) eine nicht verkehrsfähige Substanz. Herstellung, Handel, Besitz und Erwerb sind strafbar. Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information und stellt keine Aufforderung zum Erwerb oder Konsum illegaler Substanzen dar.
Für die legale Forschung an Lysergsäure-Derivaten bietet shop-lsd.de NpSG-konforme Research Chemicals wie 1BP-LSD 15 µg Pellets und 1BP-LSD 300 µg Blotter an. Diese Produkte sind ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht zum menschlichen Konsum geeignet. Der Käufer bestätigt, dass er das Produkt nur zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erwirbt.
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