LSD Geschichte — Von der Entdeckung bis heute

Die LSD Geschichte beginnt 1938 in einem Basler Labor und erstreckt sich über beinahe neun Jahrzehnte wissenschaftlicher Forschung, gesellschaftlicher Kontroversen und rechtlicher Regulierung. Lysergsäurediethylamid — besser bekannt als LSD — wurde vom Schweizer Chemiker Albert Hofmann synthetisiert und gilt als eine der wirkungsstärksten psychoaktiven Substanzen, die je entdeckt wurden. Dieser Artikel zeichnet die vollständige Geschichte nach: von der Synthese über den berühmten Fahrradtag bis zur modernen Forschungsrenaissance.

Wer hat LSD erfunden?

LSD-Erfinder: Albert Hofmann (1906–2008) war ein Schweizer Chemiker bei Sandoz (heute Novartis) in Basel, der am 16. November 1938 Lysergsäurediethylamid erstmals synthetisierte.

Warum hat Albert Hofmann LSD erfunden? Das war keine bewusste Entscheidung. Hofmann arbeitete an einem Forschungsprogramm zu Mutterkornalkaloiden (Claviceps purpurea), einem Pilz, der auf Getreide — insbesondere Roggen — wächst. Mutterkorn war seit dem Mittelalter für seine gefährlichen Vergiftungen bekannt (das sogenannte „Antoniusfeuer"), enthielt aber auch pharmakologisch interessante Verbindungen.

Im Rahmen systematischer Untersuchungen der Lysergsäure-Derivate synthetisierte Hofmann die 25. Verbindung seiner Reihe: Lysergsäurediethylamid, intern als LSD-25 katalogisiert. Sein Ziel war die Entwicklung eines Kreislaufstimulans — eines Analepticums. Tierversuche an Versuchstieren bei Sandoz zeigten eine „ausgeprägte Unruhe" der Tiere, doch die Ergebnisse erschienen den Pharmakologen nicht vielversprechend genug. Das Präparat wurde zur Seite gelegt.

Fünf Jahre lang ruhte LSD-25 in den Sandoz-Archiven. Doch Hofmann ließ das Thema nicht los — er beschrieb später eine „eigentümliche Vorahnung", dass diese Substanz weitere Untersuchungen verdiene. Diese Intuition sollte die Geschichte der Neurochemie grundlegend verändern.

Woher kommt LSD ursprünglich? Chemisch stammt LSD von der Lysergsäure ab, die aus Mutterkornalkaloiden gewonnen wird. Die Schweiz — genauer gesagt Basel — ist damit das Ursprungsland von LSD. Auf die Frage „Ist LSD eine Schweizer Erfindung?" lautet die Antwort eindeutig: Ja.

Der berühmte Fahrradtag: Wie LSD entdeckt wurde

Am 16. April 1943 — fünf Jahre nach der Erstsynthese — stellte Albert Hofmann LSD-25 erneut her. Während der Arbeit im Labor nahm er versehentlich eine geringe Menge der Substanz über die Haut auf. Die Folgen beschrieb er in seinem Laborjournal als „nicht unangenehme, durch eine äußerst angeregte Phantasie gekennzeichnete Berauschtheit".

Drei Tage später, am 19. April 1943, entschloss sich Hofmann zu einem bewussten Selbstversuch. Er wählte eine Dosis von 250 Mikrogramm (0,25 mg) — eine Menge, die er für die untere Schwelle der Wirksamkeit hielt. Tatsächlich erwies sich LSD-25 als rund 5.000- bis 10.000-mal wirksamer als damals bekannte psychoaktive Substanzen wie Meskalin.

Wer hat LSD mit einem Fahrrad entdeckt? Albert Hofmann selbst. Als die Wirkung einsetzte, bat er seinen Laborassistenten, ihn nach Hause zu begleiten. Da im Kriegsjahr 1943 kein Auto verfügbar war, legten sie den Weg mit dem Fahrrad zurück. Diese Fahrt durch die Straßen Basels ging als „Bicycle Day" in die Wissenschaftsgeschichte ein. Der 19. April wird international als inoffizieller Gedenktag begangen.

Hofmanns detaillierte Aufzeichnungen über diesen Selbstversuch stellen eines der frühesten systematischen Protokolle einer psychoaktiven Erfahrung dar und legten den Grundstein für die psychopharmakologische Forschung der folgenden Jahrzehnte. In seinem 1979 erschienenen Buch „LSD — Mein Sorgenkind" dokumentierte er diese Erlebnisse ausführlich.

Wie nennt man LSD noch? — Alle Bezeichnungen und Abkürzungen

LSD Bedeutung: Die Abkürzung LSD steht für Lysergsäurediethylamid (aus dem Deutschen). Die englische Langform lautet Lysergic acid diethylamide. Der offizielle Laborname bei Sandoz war LSD-25, da es die 25. Verbindung in Hofmanns Lysergsäure-Reihe war.

LSD ist unter zahlreichen Namen bekannt — wissenschaftliche Bezeichnungen, pharmazeutische Handelsnamen und umgangssprachliche Begriffe. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten:

Wissenschaftliche und pharmazeutische Namen

  • Lysergsäurediethylamid — vollständiger deutscher chemischer Name
  • LSD-25 — Sandoz-Laborkürzel (25. Substanz der Lysergsäure-Reihe)
  • (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4,6,6a,7,8,9-hexahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide — vollständiger IUPAC-Name
  • Delysid — pharmazeutischer Handelsname von Sandoz (1947–1966)
  • CAS-Nummer: 50-37-3

Umgangssprachliche Bezeichnungen (Slang)

Was bedeutet LSD im Slang? Im deutschsprachigen Raum und international haben sich zahlreiche Begriffe etabliert:

  • Acid — die international verbreitetste Bezeichnung (englisch für „Säure", abgeleitet von Lysergsäure)
  • Pappe / Pappen — im Deutschen sehr geläufig, bezieht sich auf die Trägermaterialien (Löschpapier-Blotter)
  • Trips — verbreitet im deutschen und englischen Sprachraum
  • Blotter — bezeichnet die bedruckten Papierstücke, auf denen LSD aufgetragen wird
  • Ticket / Tickets — umgangssprachlich, vorwiegend im deutschsprachigen Raum
  • Lucy — Kurzform, angelehnt an den Beatles-Song „Lucy in the Sky with Diamonds"
  • Microdots / Mikros — bezeichnet kleine Tabletten- oder Pelletformen
  • Tabs — englische Bezeichnung für einzelne Blotter-Einheiten
  • Windowpane — historischer Slang für Gelatin-Quadrate

LSD-Abkürzung in anderen Kontexten

Für was ist die Abkürzung LSD? Außerhalb der Chemie kann LSD auch andere Bedeutungen haben:

  • Librae, Solidi, Denarii — historische Währungseinheiten (britisches Pfund-System: £sd)
  • Limited Slip Differential — Sperrdifferenzial im Automobilbereich
  • Least Significant Digit — in der Informatik und Messtechnik

Im wissenschaftlichen und allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich LSD jedoch nahezu ausschließlich auf Lysergsäurediethylamid.

LSD in der medizinischen Forschung (1950–1965)

Nach Hofmanns Entdeckung erkannte Sandoz schnell das wissenschaftliche Potenzial der Substanz. Ab 1947 vertrieb das Unternehmen LSD-25 unter dem Handelsnamen Delysid an Forschungseinrichtungen und Psychiater weltweit — mit zwei empfohlenen Anwendungsgebieten:

  1. Als Werkzeug in der analytischen Psychotherapie — zur Unterstützung der Aufarbeitung verdrängter Inhalte
  2. Als Experimentalsubstanz — für Ärzte, die durch kontrollierten Selbstversuch einen Einblick in psychotische Zustände gewinnen wollten (sogenanntes „Modellpsychose"-Konzept)

Zwischen 1950 und 1965 wurden weltweit über 1.000 wissenschaftliche Publikationen zu LSD veröffentlicht. Mehr als 40.000 Patienten erhielten LSD im Rahmen klinischer Studien. Die Forschungsschwerpunkte umfassten:

  • Alkoholabhängigkeit — Der kanadische Psychiater Humphry Osmond führte ab 1953 Studien durch, in denen LSD-unterstützte Therapie bei Alkoholikern signifikante Abstinenzraten zeigte. Eine Meta-Analyse von Krebs und Johansen (2012) bestätigte rückblickend die statistisch signifikante Wirksamkeit.
  • Angststörungen bei Krebspatienten — Studien am Spring Grove State Hospital in Maryland (1960er) untersuchten den Einsatz bei existenzieller Angst terminal kranker Patienten.
  • Depression und Neurosen — Europäische Psychiater, insbesondere in Großbritannien und der Tschechoslowakei, führten psycholytische Therapien durch.
  • Neurochemie — LSD trug maßgeblich zum Verständnis des Serotonin-Systems bei. Die Beobachtung, dass LSD an Serotonin-Rezeptoren (insbesondere 5-HT2A) bindet, war ein Meilenstein der Neurotransmitterforschung.

Parallel zur klinischen Forschung führte die CIA ab 1953 das geheime Programm MK-Ultra durch, in dem LSD ohne Wissen und Einwilligung an Versuchspersonen getestet wurde. Die 1977 durch den Freedom of Information Act teilweise offengelegten Dokumente zeigten schwere ethische Verstöße. Diese Vorfälle trugen wesentlich zur späteren Stigmatisierung der LSD-Forschung bei.

Timothy Leary und die Gegenkultur der 1960er

Hat Timothy Leary LSD erfunden? Nein. Timothy Leary (1920–1996) war nicht der Erfinder von LSD — das war Albert Hofmann. Leary war ein US-amerikanischer Psychologe an der Harvard University, der ab 1960 zunächst mit Psilocybin und später mit LSD im akademischen Rahmen forschte.

Learys Harvard Psilocybin Project (1960–1963) war anfänglich ein seriöses Forschungsprojekt, geriet jedoch zunehmend in die Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, die Grenzen zwischen wissenschaftlicher Studie und persönlicher Überzeugungsarbeit zu verwischen. 1963 wurde Leary aus Harvard entlassen.

In der Folge wurde Leary zum bekanntesten Befürworter psychoaktiver Substanzen in der Öffentlichkeit. Sein Slogan „Turn on, tune in, drop out" wurde zum Leitspruch einer Generation. Zusammen mit Figuren wie dem Schriftsteller Ken Kesey (der mit seinen „Merry Pranksters" quer durch die USA fuhr) und dem Dichter Allen Ginsberg wurde LSD zum Symbol der Gegenkultur.

Es ist wichtig, diese Entwicklung historisch einzuordnen: Die Popularisierung von LSD außerhalb kontrollierter Forschungsumgebungen führte zu einem Verlust der wissenschaftlichen Kontrolle und trug maßgeblich zum späteren Verbot bei. Albert Hofmann selbst kritisierte diese Entwicklung zeitlebens und bezeichnete den unkontrollierten Gebrauch als „Missbrauch" seiner Entdeckung.

Die kulturelle Bedeutung von LSD in den 1960er-Jahren erstreckte sich weit über die USA hinaus. In Musik, bildender Kunst und Literatur entstanden neue Strömungen, die teils direkt auf psychedelische Erfahrungen zurückgeführt wurden. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel über LSD in Kunst und Kultur.

Das Verbot von LSD

Das Verbot von LSD erfolgte nicht über Nacht, sondern in einer Reihe nationaler und internationaler Schritte zwischen 1966 und 1971:

  • 1966: Der US-Bundesstaat Kalifornien verbietet LSD als erste Jurisdiktion weltweit. Weitere US-Bundesstaaten folgen im selben Jahr.
  • 1968: Die US-Bundesregierung stuft LSD als illegal ein (Staggers-Dodd Bill). Sandoz stellt die Produktion von Delysid ein.
  • 1970: Der US-amerikanische Controlled Substances Act ordnet LSD als Schedule-I-Substanz ein — die restriktivste Kategorie, die jegliche medizinische Verwendung ausschließt.
  • 1971: Die UN-Konvention über psychotrope Stoffe (Convention on Psychotropic Substances) setzt LSD auf Schedule I der international kontrollierten Substanzen. Damit sind alle Unterzeichnerstaaten — darunter Deutschland — verpflichtet, LSD zu regulieren.
  • Deutschland: LSD ist seit dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel (Anlage I BtMG) eingestuft. Herstellung, Handel und Besitz sind strafbar.

Die Gründe für das Verbot waren vielschichtig: Die unkontrollierte Verbreitung in der Gegenkultur, Berichte über psychische Krisen, politische Spannungen während des Vietnamkriegs und der gesellschaftliche Druck auf die Regierung spielten zusammen. Befürworter der Forschung argumentierten jedoch, dass das pauschale Verbot die wissenschaftliche Arbeit um Jahrzehnte zurückgeworfen habe.

Ausführliche Informationen zum aktuellen rechtlichen Status in Deutschland finden Sie auf unserer Seite LSD legal in Deutschland.

Ab den 1990er-Jahren entstanden sogenannte LSD-Derivate — strukturell verwandte Verbindungen, die nicht direkt unter das BtMG fielen. In Deutschland führte dies zum Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), das 2016 in Kraft trat. Einige Derivate wie 1cP-LSD — das erste breit verfügbare legale Derivat — waren zeitweise frei verkäuflich, bevor sie durch NpSG-Ergänzungen reguliert wurden.

LSD-Renaissance: Neue Forschung seit 2010

Nach fast vier Jahrzehnten Forschungsstillstand erlebt die psychedelische Wissenschaft seit etwa 2010 eine Renaissance. Mehrere renommierte Institutionen haben LSD-Forschungsprogramme wieder aufgenommen:

Wichtige Forschungsinstitutionen

  • Imperial College London — Die Gruppe um Prof. David Nutt und Dr. Robin Carhart-Harris führte 2016 die erste moderne Bildgebungsstudie (fMRI) unter LSD durch. Die Ergebnisse zeigten eine erhöhte Konnektivität zwischen Hirnregionen, die normalerweise nicht miteinander kommunizieren (Carhart-Harris et al., PNAS, 2016).
  • Universität Basel — Matthias Liechti und sein Team erforschen die Pharmakologie von LSD in kontrollierten klinischen Studien. Ihre Arbeiten zu Dosierung, Wirkdauer und subjektiven Effekten gehören zu den methodisch strengsten modernen Studien (Holze et al., Neuropsychopharmacology, 2021).
  • University of California, San Francisco (UCSF) — Im Jahr 2024 wurde eine Phase-IIb-Studie zur LSD-unterstützten Therapie bei Angststörungen abgeschlossen.
  • MindMed — Das biopharmazeutische Unternehmen entwickelt LSD-basierte Therapeutika und hat klinische Studien der Phase II zu generalisierter Angststörung (GAD) durchgeführt.

Forschungsschwerpunkte der Renaissance

  • Depression — Untersuchungen zur Wirksamkeit bei therapieresistenter Depression
  • Angststörungen — klinische Studien bei GAD und existenzieller Angst
  • Suchterkrankungen — Alkohol- und Tabakabhängigkeit
  • Cluster-Kopfschmerz — Berichte über potenzielle prophylaktische Wirkung
  • Mikrodosierung — Studien zu sub-psychedelischen Dosen und deren Effekten auf Kognition und Stimmung (mehr dazu: LSD Microdosing)

Die therapeutische LSD-Forschung befindet sich noch in einem frühen Stadium. Bis zur möglichen Zulassung als Medikament sind weitere klinische Phasen erforderlich. Detaillierte Informationen zur therapeutischen Forschung finden Sie auf unserer Seite LSD Therapie.

Zeitleiste: Die wichtigsten Daten der LSD-Geschichte

Jahr Ereignis
1938 Albert Hofmann synthetisiert LSD-25 erstmals bei Sandoz in Basel (Schweiz)
1943 16. April: Zufällige Aufnahme im Labor. 19. April: Bewusster Selbstversuch — der „Bicycle Day"
1947 Sandoz bringt LSD-25 als „Delysid" auf den Markt für psychiatrische Forschung
1950–1965 Über 1.000 wissenschaftliche Publikationen; LSD wird in der Psychiatrie weltweit erforscht
1953 Beginn des CIA-Programms MK-Ultra — geheime LSD-Versuche an unwissenden Personen
1960 Timothy Leary startet das Harvard Psilocybin Project, arbeitet später auch mit LSD
1963 Leary wird aus Harvard entlassen; LSD verbreitet sich in der Gegenkultur
1966 Kalifornien verbietet LSD — erstes Verbot weltweit
1968 USA verbieten LSD auf Bundesebene; Sandoz stellt Delysid-Produktion ein
1970 Controlled Substances Act (USA): LSD wird Schedule I eingestuft
1971 UN-Konvention über psychotrope Stoffe — LSD international reguliert; BtMG in Deutschland
1979 Albert Hofmann veröffentlicht „LSD — Mein Sorgenkind"
2006 Erste moderne klinische LSD-Studie (Schweiz): Peter Gasser untersucht LSD bei Lebensend-Angst
2008 Albert Hofmann stirbt am 29. April im Alter von 102 Jahren in Burg im Leimental (Schweiz)
2014 Gassers Studie veröffentlicht: LSD reduziert Angst bei terminal Kranken signifikant
2016 Imperial College London: Erste fMRI-Bildgebung unter LSD (Carhart-Harris et al.); NpSG tritt in Deutschland in Kraft
2019 1cP-LSD wird als erstes legales LSD-Derivat in Deutschland verkauft
2021–2024 Klinische Phase-II-Studien zu LSD bei Depression und Angststörungen (MindMed, Universität Basel)
2025 1S-LSD wird durch NpSG-Ergänzung in Deutschland verboten; 1BP-LSD als neues legales Derivat verfügbar
2026 LSD-Forschungsrenaissance setzt sich fort; mehrere Phase-III-Studien in Planung

Legale LSD-Derivate: Von der Geschichte zur Gegenwart

Die LSD Geschichte zeigt einen klaren Bogen: Von der Entdeckung über das Verbot hin zu einer neuen Generation von Forschungssubstanzen. Strukturelle Abwandlungen des LSD-Moleküls — sogenannte LSD-Derivate oder LSD-Analoga — werden seit den 2010er-Jahren als legale Forschungschemikalien entwickelt.

Diese Derivate unterscheiden sich durch kleine chemische Modifikationen am Grundmolekül. Solange sie nicht explizit in Anlage I BtMG oder einer NpSG-Ergänzung gelistet sind, befinden sie sich in einer rechtlichen Grauzone oder sind vollständig legal erwerbbar. Grundlegende Informationen über LSD als Substanz helfen, die Beziehung zwischen dem Originalmolekül und seinen Derivaten zu verstehen.

Aktuell legal erhältliche Derivate für Forschungszwecke finden Sie in unserem Katalog für legale Research Chemicals. Stand: März 2026.

Häufige Fragen zur LSD-Geschichte

Wer hat LSD entdeckt und wann?

Der Schweizer Chemiker Albert Hofmann synthetisierte LSD-25 erstmals am 16. November 1938 bei Sandoz in Basel. Die psychoaktiven Eigenschaften entdeckte er zufällig am 16. April 1943, als er eine geringe Menge der Substanz im Labor über die Haut aufnahm. Der darauffolgende bewusste Selbstversuch am 19. April 1943 ging als „Bicycle Day" in die Wissenschaftsgeschichte ein.

Was war der berühmte Fahrradtag von Albert Hofmann?

Am 19. April 1943 nahm Albert Hofmann absichtlich 250 Mikrogramm LSD-25 ein, um die Wirkung der Substanz zu überprüfen. Als die Wirkung einsetzte, fuhr er mit dem Fahrrad von seinem Labor nach Hause — Autos waren im Kriegsjahr 1943 nicht verfügbar. Diese Fahrt durch Basel wird seither als „Bicycle Day" gefeiert und gilt als der Moment, in dem die psychoaktive Wirkung von LSD erstmals systematisch dokumentiert wurde.

Wie wurde LSD in den 1960er Jahren populär?

LSD wurde in den 1960er Jahren vor allem durch den Harvard-Psychologen Timothy Leary populär, der mit seinem Slogan „Turn on, tune in, drop out" LSD öffentlich propagierte. Der Schriftsteller Ken Kesey und seine „Merry Pranksters" trugen ebenfalls zur Verbreitung bei. Die Substanz wurde zum Symbol der Gegenkultur, was letztlich zum Verbot führte. Albert Hofmann selbst kritisierte diese unkontrollierte Verbreitung zeitlebens.

Wann und warum wurde LSD verboten?

LSD wurde 1966 in Kalifornien erstmals verboten, 1968 in den gesamten USA und 1971 international durch die UN-Konvention über psychotrope Stoffe. In Deutschland ist LSD in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) gelistet. Das Verbot wurde durch die massenhafte unkontrollierte Verbreitung in der Gegenkultur, politischen Druck während des Vietnamkriegs und Berichte über psychische Krisensituationen ausgelöst.

Welche Rolle spielte LSD in der CIA-Forschung (MK-Ultra)?

Ab 1953 setzte die CIA LSD im Rahmen des geheimen Programms MK-Ultra ein. Ziel war die Erforschung von Methoden zur Bewusstseinskontrolle und Verhörtechnik. LSD wurde dabei ohne Wissen und Einwilligung an Soldaten, Gefangene und Zivilisten verabreicht. Das Programm wurde 1973 offiziell eingestellt; 1977 wurden Teile der Akten durch den Freedom of Information Act öffentlich. MK-Ultra gilt als einer der schwerwiegendsten Verstöße gegen medizinethische Grundsätze in der US-Geschichte.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Hofmann, A. (1979). LSD — Mein Sorgenkind. Stuttgart: Klett-Cotta.
  • Carhart-Harris, R.L. et al. (2016). Neural correlates of the LSD experience revealed by multimodal neuroimaging. Proceedings of the National Academy of Sciences, 113(17), 4853–4858.
  • Krebs, T.S. & Johansen, P.Ø. (2012). Lysergic acid diethylamide (LSD) for alcoholism: meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of Psychopharmacology, 26(7), 994–1002.
  • Holze, F. et al. (2021). Lysergic acid diethylamide–assisted therapy in patients with anxiety with and without a life-threatening illness. Biological Psychiatry, 89(4), 317–327.
  • Gasser, P. et al. (2014). Safety and efficacy of lysergic acid diethylamide-assisted psychotherapy for anxiety associated with life-threatening diseases. Journal of Nervous and Mental Disease, 202(7), 513–520.
  • Passie, T. et al. (2008). The pharmacology of lysergic acid diethylamide: a review. CNS Neuroscience & Therapeutics, 14(4), 295–314.

Stand: März 2026 | shop-lsd.de — Aurora Synthetics GmbH

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