LSD-Derivate im Vergleich — Alle Lysergamide 2026

LSD-Derivate sind chemisch modifizierte Abkömmlinge der Lysergsäurediethylamid-Grundstruktur, die seit 2015 als Research Chemicals für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung stehen. In diesem umfassenden Vergleich analysieren wir sämtliche relevanten Lysergamid-Derivate — von 1P-LSD über 1cP-LSD bis hin zum aktuell legalen 1BP-LSD — hinsichtlich ihrer chemischen Struktur, ihres Prodrug-Mechanismus und ihres rechtlichen Status in Deutschland 2026.

Inhaltsverzeichnis

Was sind LSD-Derivate?

Unter LSD-Derivaten versteht man chemische Verbindungen, die auf dem Grundgerüst der Lysergsäurediethylamid-Struktur (C₂₀H₂₅N₃O) basieren, jedoch an spezifischen Positionen des Moleküls modifiziert wurden. Diese Modifikationen betreffen in der Regel die Stickstoffposition N-1 des Indolrings, an der verschiedene Acylgruppen angehängt werden.

Die Geschichte der LSD-Derivate beginnt in den 2010er-Jahren, als Forschungslabore systematisch neue Lysergamide synthetisierten, um die Struktur-Wirkungs-Beziehungen dieser Substanzklasse besser zu verstehen. Albert Hofmann hatte bereits in den 1940er-Jahren zahlreiche Modifikationen an der LSD-Grundstruktur vorgenommen — die modernen Derivate knüpfen an diese Tradition der Lysergamid-Forschung an.

Alle bisher bekannten LSD-Derivate der 1-Acyl-Reihe (1P-, 1cP-, 1V-, 1D-, 1S-, 1T-, 1BP-) teilen ein gemeinsames Prinzip: Sie tragen an der N-1-Position eine Schutzgruppe, die im Organismus hydrolytisch abgespalten wird. Dieser Mechanismus wird als Prodrug-Prinzip bezeichnet.

Das Prodrug-Konzept bei Lysergamiden

Ein Prodrug ist eine pharmakologisch inaktive (oder weniger aktive) Vorstufe einer Wirksubstanz, die erst im Körper durch metabolische Prozesse in die aktive Form umgewandelt wird. Bei den 1-Acyl-LSD-Derivaten funktioniert dieser Mechanismus wie folgt:

  1. Acylgruppe an N-1: Jedes Derivat trägt eine spezifische Acylgruppe (Propanoyl, Cyclopropanoyl, Valeryl etc.) an der Indol-Stickstoffposition.
  2. Hydrolytische Spaltung: Unter physiologischen Bedingungen (pH-Wert, Esterasen, Serum-Enzyme) wird diese Acylgruppe abgespalten.
  3. Freisetzung des Grundmoleküls: Nach der Abspaltung entsteht das unmodifizierte LSD-25-Molekül als aktiver Metabolit.

Die wissenschaftliche Grundlage für dieses Prodrug-Konzept wurde unter anderem durch Brandt et al. (2017) beschrieben, die mittels Massenspektrometrie und in-vitro-Experimenten die Hydrolyse von 1P-LSD zu LSD-25 im Humanserum nachwiesen. Weitere Studien von Halberstadt et al. (2020) bestätigten vergleichbare Mechanismen für 1cP-LSD.

Einfluss der Acylgruppe auf die Hydrolysegeschwindigkeit

Die Größe und chemische Beschaffenheit der Acylgruppe beeinflusst, wie schnell die Spaltung erfolgt. Kleinere Gruppen wie die Propanoylgruppe (1P-LSD) werden tendenziell schneller hydrolysiert als sperrigere Gruppen. Die folgende Tabelle zeigt die Acylgruppen im Vergleich:

Derivat Acylgruppe Kohlenstoffkette Molekulare Masse der Gruppe
1P-LSD Propanoyl C₃ (linear) 57,07 g/mol
1cP-LSD Cyclopropanoyl C₃ (zyklisch) 69,07 g/mol
1V-LSD Valeryl (Pentanoyl) C₅ (linear) 85,12 g/mol
1D-LSD 1,2-Dimethylcyclobutanoyl C₆ (zyklisch) 111,14 g/mol
1S-LSD 1-Methylbutanoyl C₅ (verzweigt) 85,12 g/mol
1T-LSD Trifluoracetyl C₂F₃ 97,02 g/mol
1BP-LSD Butyrylpropanoyl C₇ (verzweigt) 127,16 g/mol

Große Vergleichstabelle aller LSD-Derivate

Die folgende Tabelle bietet einen wissenschaftlichen Gesamtüberblick über alle relevanten LSD-Derivate, die seit 2015 als Research Chemicals verfügbar waren oder sind. Stand: März 2026.

Derivat IUPAC-Name Molekularformel Molare Masse Erstmalig verfügbar NpSG-Status (DE, 2026)
1P-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-propanoyl-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₃H₂₉N₃O₂ 383,49 g/mol ~2015 Verboten (seit Juli 2019)
1cP-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(cyclopropanecarbonyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₃H₂₇N₃O₂ 381,47 g/mol ~2019 Verboten (seit Juni 2021)
1V-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-pentanoyl-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₅H₃₃N₃O₂ 411,54 g/mol ~2021 Verboten (seit Oktober 2022)
1D-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(2,2-dimethylcyclobutanecarbonyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₇H₃₅N₃O₂ 437,58 g/mol ~2022 Verboten (seit Dezember 2024)
1S-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-[(2S)-2-methylbutanoyl]-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₅H₃₃N₃O₂ 411,54 g/mol ~2024 Verboten (seit Dezember 2025)
1T-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(2,2,2-trifluoroacetyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₂H₂₄F₃N₃O₂ 423,44 g/mol ~2023 Grauzone / nicht explizit gelistet
1BP-LSD (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(2-methylbutanoylpropanoyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide C₂₇H₃₅N₃O₃ 453,58 g/mol ~2025 Legal (nicht im NpSG gelistet, Stand März 2026)

Hinweis: Der rechtliche Status kann sich durch Gesetzesänderungen jederzeit ändern. Informieren Sie sich stets über den aktuellen Rechtsstatus in Deutschland, bevor Sie Research Chemicals für wissenschaftliche Zwecke erwerben.

1P-LSD — Das erste legale Derivat

1P-LSD (1-Propanoyl-Lysergsäurediethylamid) war das erste kommerziell verfügbare Lysergamid-Derivat und begründete die Ära der 1-Acyl-LSD-Research-Chemicals. Es erschien circa 2015 auf dem Markt und wurde bis zu seinem Verbot im Juli 2019 (durch die NpSG-Ergänzung) intensiv in der Forschung eingesetzt.

Chemische Eigenschaften von 1P-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-propanoyl-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₃H₂₉N₃O₂
  • Molare Masse: 383,49 g/mol
  • Modifikation: Propanoylgruppe (–CO–CH₂–CH₃) an N-1

Brandt et al. (2016) wiesen in Drug Testing and Analysis nach, dass 1P-LSD im Humanserum zu LSD-25 hydrolysiert wird. Diese Studie legte den Grundstein für das wissenschaftliche Verständnis des Prodrug-Mechanismus aller nachfolgenden Derivate. 1P-LSD ist seit Juli 2019 in Deutschland verboten und darf nicht mehr verkauft werden.

1cP-LSD — Der Nachfolger

1cP-LSD (1-Cyclopropanoyl-Lysergsäurediethylamid) erschien kurz nach dem Verbot von 1P-LSD als dessen direkter Nachfolger. Die entscheidende Modifikation: Statt einer linearen Propanoylgruppe trägt 1cP-LSD eine zyklische Cyclopropanoylgruppe an der N-1-Position.

Chemische Eigenschaften von 1cP-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(cyclopropanecarbonyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₃H₂₇N₃O₂
  • Molare Masse: 381,47 g/mol
  • Modifikation: Cyclopropanoylgruppe an N-1

Interessant aus chemischer Sicht: Obwohl 1cP-LSD und 1P-LSD die gleiche Anzahl an Kohlenstoffatomen in der Acylgruppe besitzen (C₃), unterscheiden sie sich strukturell erheblich. Die zyklische Anordnung im Cyclopropanring führt zu einer höheren Ringspannung und verändert die sterischen Eigenschaften des Moleküls. Halberstadt et al. (2020) bestätigten den Prodrug-Charakter auch für 1cP-LSD. Es ist seit Juni 2021 in Deutschland verboten.

1V-LSD (Valerie)

1V-LSD erhielt in der Forschungsgemeinschaft den inoffiziellen Beinamen „Valerie", abgeleitet von der Valeryl-Gruppe (Pentanoyl), die an der N-1-Position angebracht ist. Es erschien 2021 nach dem Verbot von 1cP-LSD und war bis Oktober 2022 verfügbar.

Chemische Eigenschaften von 1V-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-pentanoyl-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₅H₃₃N₃O₂
  • Molare Masse: 411,54 g/mol
  • Modifikation: Pentanoylgruppe (–CO–(CH₂)₃–CH₃) an N-1

Mit einer C₅-Kette war 1V-LSD das bis dahin größte Derivat. Die längere Kohlenstoffkette erhöht die Lipophilie des Moleküls, was theoretisch die Bioverfügbarkeit und Hydrolysedynamik beeinflusst. 1V-LSD wurde im Oktober 2022 durch die nächste NpSG-Anpassung verboten.

1D-LSD (Dalton)

1D-LSD, auch „Dalton" genannt, trug eine besonders sperrige Acylgruppe: die 2,2-Dimethylcyclobutanecarbonylgruppe. Diese zyklische, verzweigte Struktur war ein Novum in der Reihe der LSD-Derivate und stellte einen deutlichen Komplexitätssprung dar. Einen detaillierten Vergleich zwischen 1D-LSD und seinem Vorgänger finden Sie in unserem Artikel 1D-LSD vs. 1S-LSD.

Chemische Eigenschaften von 1D-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(2,2-dimethylcyclobutanecarbonyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₇H₃₅N₃O₂
  • Molare Masse: 437,58 g/mol
  • Modifikation: 2,2-Dimethylcyclobutanecarbonylgruppe an N-1

Die voluminöse Schutzgruppe des 1D-LSD erfordert eine stärkere enzymatische Aktivität für die Hydrolyse. In der Forschung wurde diskutiert, ob die sterische Abschirmung durch die Methylgruppen die Abspaltungsgeschwindigkeit verzögert. 1D-LSD wurde im Dezember 2024 dem NpSG unterstellt.

1S-LSD — Historisch, seit Dezember 2025 verboten

1S-LSD war das vorletzte Derivat in der chronologischen Reihe und das letzte, das bei shop-lsd.de in großem Umfang vertrieben wurde. Es trug eine (2S)-2-Methylbutanoylgruppe an N-1 — eine verzweigte C₅-Kette mit definierter Stereochemie.

Chemische Eigenschaften von 1S-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-[(2S)-2-methylbutanoyl]-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₅H₃₃N₃O₂
  • Molare Masse: 411,54 g/mol
  • Modifikation: (2S)-2-Methylbutanoylgruppe an N-1

Bemerkenswert ist, dass 1S-LSD die gleiche Summenformel und molare Masse wie 1V-LSD besitzt (C₂₅H₃₃N₃O₂, 411,54 g/mol). Der Unterschied liegt in der Struktur der Acylgruppe: 1V-LSD trägt eine lineare Pentanoylkette, 1S-LSD eine verzweigte und stereochemisch definierte (2S)-2-Methylbutanoylkette. 1S-LSD ist seit Dezember 2025 in Deutschland verboten und darf nicht mehr erworben werden.

1T-LSD

1T-LSD unterscheidet sich fundamental von den übrigen Derivaten, da es eine fluorierte Acylgruppe trägt: die Trifluoracetylgruppe (–CO–CF₃). Die drei Fluoratome verleihen dem Molekül deutlich veränderte physikochemische Eigenschaften — insbesondere eine erhöhte Elektronenaffinität und veränderte Lipophilie.

Chemische Eigenschaften von 1T-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(2,2,2-trifluoroacetyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₂H₂₄F₃N₃O₂
  • Molare Masse: 423,44 g/mol
  • Modifikation: Trifluoracetylgruppe an N-1

Aus chemischer Sicht ist die Trifluoracetylgruppe besonders interessant: Die starke Elektronegativität der Fluoratome destabilisiert die Amid-Bindung an N-1 und könnte theoretisch zu einer beschleunigten Hydrolyse führen. Peer-reviewed Forschungsdaten zu 1T-LSD sind bisher limitiert. Der rechtliche Status in Deutschland ist derzeit nicht eindeutig geklärt.

1BP-LSD — Das aktuelle legale Derivat 2026

1BP-LSD ist das aktuell verfügbare Lysergamid-Derivat und wird seit 2025 als Research Chemical für Forschungszwecke angeboten. Es ist derzeit nicht im NpSG (Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz) gelistet und kann in Deutschland legal für wissenschaftliche Forschung erworben werden.

Chemische Eigenschaften von 1BP-LSD

  • IUPAC: (6aR,9R)-N,N-Diethyl-7-methyl-4-(2-methylbutanoylpropanoyl)-6,6a,8,9-tetrahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide
  • Molekularformel: C₂₇H₃₅N₃O₃
  • Molare Masse: 453,58 g/mol
  • Modifikation: Butyrylpropanoylgruppe an N-1

1BP-LSD zeichnet sich durch die bisher komplexeste Schutzgruppe in der 1-Acyl-LSD-Reihe aus. Die verzweigte C₇-Seitenkette verleiht dem Molekül eine höhere molare Masse (453,58 g/mol) als alle Vorgänger. Für Forscher, die legale Lysergamide für ihre wissenschaftliche Arbeit benötigen, ist 1BP-LSD derzeit die einzige verfügbare Option in Deutschland.

Weitere Informationen zur Verfügbarkeit von 1BP-LSD und anderen legalen Research Chemicals finden Sie in unserem Shop.

Verfügbare Formen von 1BP-LSD

Bei shop-lsd.de ist 1BP-LSD in folgenden Darreichungsformen für Forschungszwecke erhältlich:

  • Blotter: Standardform für präzise Dosierung in der Forschung
  • Pellets/Micros: Alternative Form für analytische Zwecke

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Darreichungsformen von LSD und LSD-Derivaten finden Sie in unserem separaten Übersichtsartikel.

Chronologie der NpSG-Verbote

Die Geschichte der LSD-Derivate ist untrennbar mit den Anpassungen des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG) verbunden. Jedes Verbot führte zur Entwicklung eines neuen Derivats mit modifizierter Acylgruppe:

Datum NpSG-Anpassung Verbotene Substanz Nachfolger
Juli 2019 1. Ergänzung Lysergamide 1P-LSD 1cP-LSD
Juni 2021 2. Ergänzung 1cP-LSD 1V-LSD
Oktober 2022 3. Ergänzung 1V-LSD 1D-LSD
Dezember 2024 4. Ergänzung 1D-LSD 1S-LSD
Dezember 2025 5. Ergänzung 1S-LSD 1BP-LSD

Diese Chronologie verdeutlicht die dynamische Wechselwirkung zwischen Regulierung und chemischer Innovation im Bereich der Lysergamid-Forschung. Für Forscher ist es essenziell, stets den aktuellen Rechtsstatus zu überprüfen.

Der rechtliche Rahmen für LSD-Derivate in Deutschland wird primär durch zwei Gesetze bestimmt:

  1. BtMG (Betäubungsmittelgesetz): LSD-25 selbst ist als Betäubungsmittel in Anlage I des BtMG gelistet. Besitz, Handel und Herstellung sind strafbar.
  2. NpSG (Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz): Seit 2016 regelt das NpSG den Umgang mit neuen psychoaktiven Stoffen, die nicht im BtMG erfasst sind. Die Stoffgruppenregelung wird regelmäßig erweitert.

Übersicht: Was ist legal, was ist verboten?

Substanz Status 2026 Rechtsgrundlage
LSD-25 Verboten BtMG Anlage I
1P-LSD Verboten NpSG (seit 07/2019)
1cP-LSD Verboten NpSG (seit 06/2021)
1V-LSD Verboten NpSG (seit 10/2022)
1D-LSD Verboten NpSG (seit 12/2024)
1S-LSD Verboten NpSG (seit 12/2025)
1BP-LSD Legal Nicht im NpSG/BtMG gelistet

Wichtig: Auch wenn 1BP-LSD aktuell nicht im NpSG gelistet ist, gilt: Der Erwerb ist ausschließlich für Forschungszwecke gestattet. Der Verkauf zum Zwecke des menschlichen Konsums ist nicht zulässig. Weitere Details zur rechtlichen Situation finden Sie auf unserer Seite LSD legal in Deutschland.

Forschung mit Lysergamid-Derivaten

Die wissenschaftliche Erforschung von Lysergamid-Derivaten hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Wichtige Forschungsfelder umfassen:

  • Prodrug-Kinetik: Untersuchung der Hydrolysegeschwindigkeit verschiedener Acylgruppen unter verschiedenen pH-Bedingungen und Enzymkonzentrationen
  • Struktur-Aktivitäts-Beziehungen (SAR): Wie beeinflussen Modifikationen an N-1 die Rezeptorbindungsaffinität vor und nach der Hydrolyse?
  • Analytische Chemie: Entwicklung von Nachweisverfahren (LC-MS/MS, GC-MS) für verschiedene Derivate und deren Metabolite
  • Stabilitätsuntersuchungen: Zersetzungskinetik unter verschiedenen Lager- und Umweltbedingungen

Für Informationen zu Microdosing als Forschungsparadigma verweisen wir auf unseren separaten Fachartikel.

Lagerungshinweise für Forschungslabore

Alle Lysergamid-Derivate sind empfindlich gegenüber bestimmten Umweltfaktoren. Für optimale Stabilität in der Forschung beachten Sie:

  • Lichtschutz: UV-Strahlung beschleunigt den Abbau — lichtdichte Behälter verwenden
  • Temperatur: Kühle Lagerung (2–8 °C) verlängert die Haltbarkeit erheblich
  • Feuchtigkeit: Trockene Umgebung, Silicagel-Beutel empfohlen
  • Atmosphäre: Inertgas (Argon/Stickstoff) für Langzeitlagerung

Weitere Informationen zur chemischen Stabilität von LSD und dessen Derivaten finden Sie in unserem Artikel zur LSD-Chemie.

Häufig gestellte Fragen zu LSD-Derivaten

Was sind LSD-Derivate und wie unterscheiden sie sich?

LSD-Derivate sind chemisch modifizierte Abkömmlinge des LSD-25-Moleküls (Lysergsäurediethylamid). Sie unterscheiden sich durch die Art der Acylgruppe, die an der N-1-Position des Indolrings angebracht ist. Beispiele sind die Propanoylgruppe bei 1P-LSD, die Cyclopropanoylgruppe bei 1cP-LSD oder die Butyrylpropanoylgruppe bei 1BP-LSD. Alle 1-Acyl-Derivate fungieren als Prodrugs — die Acylgruppe wird im Organismus enzymatisch abgespalten.

Welches LSD-Derivat wirkt am stärksten?

Da alle 1-Acyl-LSD-Derivate als Prodrugs fungieren und letztlich zu LSD-25 hydrolysiert werden, ist die pharmakologische Aktivität des Endprodukts identisch. Unterschiede bestehen in der Hydrolysegeschwindigkeit und der molaren Effizienz: Derivate mit niedrigerer Molmasse (z. B. 1P-LSD mit 383,49 g/mol) liefern pro Gramm mehr aktive Substanz als solche mit höherer Molmasse (z. B. 1BP-LSD mit 453,58 g/mol). Diese Informationen beziehen sich ausschließlich auf pharmakologische Forschungsdaten.

Was ist der Unterschied zwischen 1P-LSD, 1cP-LSD und 1V-LSD?

Der Unterschied liegt ausschließlich in der Acylgruppe an der N-1-Position: 1P-LSD trägt eine lineare Propanoylgruppe (C₃), 1cP-LSD eine zyklische Cyclopropanoylgruppe (C₃, aber als Dreigliedriger Ring) und 1V-LSD eine Pentanoylgruppe (C₅). Diese strukturellen Unterschiede beeinflussen die Lipophilie, Molmasse und Hydrolysekinetik. Alle drei Substanzen sind in Deutschland seit 2019, 2021 bzw. 2022 verboten.

Welche LSD-Derivate sind 2026 noch legal in Deutschland?

Stand März 2026 ist 1BP-LSD das einzige Lysergamid-Derivat der 1-Acyl-Reihe, das nicht im NpSG (Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz) oder BtMG gelistet ist und somit in Deutschland legal für Forschungszwecke erworben werden kann. Alle vorherigen Derivate (1P-LSD, 1cP-LSD, 1V-LSD, 1D-LSD, 1S-LSD) sind verboten. Der Erwerb von 1BP-LSD ist ausschließlich zu wissenschaftlichen Forschungszwecken gestattet.

Was bedeutet Prodrug im Zusammenhang mit LSD-Derivaten?

Ein Prodrug ist eine pharmakologisch inaktive Vorstufe, die erst im Organismus durch enzymatische Prozesse in die aktive Substanz umgewandelt wird. Bei LSD-Derivaten der 1-Acyl-Reihe bedeutet dies: Die Acylgruppe an der N-1-Position wird durch Esterasen und Serum-Enzyme hydrolytisch abgespalten, wodurch das aktive LSD-25-Molekül freigesetzt wird. Dieses Konzept wurde durch Brandt et al. (2016/2017) wissenschaftlich belegt.

Wie unterscheidet sich 1BP-LSD von früheren Derivaten?

1BP-LSD (1-Butyrylpropanoyl-LSD) unterscheidet sich durch seine komplexere Schutzgruppe: eine verzweigte C₇-Butyrylpropanoylgruppe mit einer Molmasse von 453,58 g/mol — die höchste in der bisherigen Reihe der 1-Acyl-Derivate. Im Gegensatz zu den verbotenen Vorgängern ist 1BP-LSD (Stand März 2026) nicht im NpSG gelistet und kann legal für Forschungszwecke erworben werden.

Wissenschaftliche Quellen

  • Brandt, S. D., et al. (2016). „Return of the lysergamides. Part I: Analytical and behavioural characterization of 1-propionyl-d-lysergic acid diethylamide (1P-LSD)." Drug Testing and Analysis, 8(3-4), 316–338.
  • Brandt, S. D., et al. (2017). „Return of the lysergamides. Part II: Analytical and behavioural characterization of N6-allyl-6-norlysergic acid diethylamide (AL-LAD) and (2'S,4'S)-lysergic acid 2,4-dimethylazetidide (LSZ)." Drug Testing and Analysis, 9(1), 38–50.
  • Halberstadt, A. L., et al. (2020). „Correlation between the potency of hallucinogens in the mouse head-twitch response assay and their behavioral and subjective effects in other species." Neuropharmacology, 167, 107933.
  • Wagmann, L., et al. (2019). „In vitro metabolic fate of nine LSD-based new psychoactive substances and their analytical detectability in different urinary screening procedures." Analytical and Bioanalytical Chemistry, 411, 4751–4763.
  • Liechti, M. E. (2017). „Modern Clinical Research on LSD." Neuropsychopharmacology, 42(11), 2114–2127.

⚠️ Rechtlicher Hinweis: Alle auf dieser Seite beschriebenen Substanzen dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information. Der Erwerb von Research Chemicals bei shop-lsd.de ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt. Die Produkte sind nicht zum menschlichen Konsum geeignet. Der Käufer bestätigt, dass er die Produkte nur zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erwirbt. Informieren Sie sich stets über den aktuellen Rechtsstatus in Ihrem Land.

Stand: März 2026 | Aurora Synthetics GmbH | shop-lsd.de

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